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Favorit spielt „Schlafwagen-Handball”

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Von: Heiko Meyer

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Eintrachts Trainer Jürgen Bätjer (links) und Co-Trainer Chris Meiser bei der Niederlage gegen Burgenland
Der Frust sitzt tief:  Eintrachts Trainer Jürgen Bätjer (links) und Co-Trainer Chris Meiser. © Kais Bodensieck

Hildesheim – Mit einer faustdicken Überraschung und einer Blamage für den Favoriten endete das Punktspiel des HC Eintracht Hildesheim beim HC Burgenland. Nach einer indiskutabel schlechten Leistung verloren die Einträchtler vor 66 Zuschauern in der Sporthalle Prittitz verdient 26:30, nachdem sie bereits zur Pause mit 16:19 hinten gelegen hatten. 

Im Hildesheimer Angriff klappte einzig das Zusammenspiel zwischen Behnke und Nikolaos Tzoufras, der Kreisläufer kam in Hälfte eins zu sechs Treffern. In der Abwehr bekamen die Hildesheimer kaum Zugriff auf die Gegner, die immer einen Schritt schneller waren. Nach einigen stärkeren Minuten gelang ihnen beim 9:8 in der 15. Minute die erste Führung im Spiel, die aber nur kurz währte. 12:11 hieß es noch einmal nach einem Tzoufras Treffer, dann war die Herrlichkeit des Favoriten vorbei. Das Spiel verlief jetzt ausgeglichen, vier Minuten vor Ende der ersten Hälfte traf Lothar von Hermanni noch zum 16:15, ehe Burgenland gegen jetzt wieder völlig indisponierte Einträchtler bis zur Pause auf 19:16 davonzog. Gleich nach dem Wechsel kassierte Jakub Tonar seine zweite Zeitstrafe. Martin Schmiedt war jetzt für Lothar von Hermanni gekommen, Leon Krka für Madert zwischen die Pfosten gerückt. Die Probleme der Einträchtler lagen aber im Rückraum und in der Abwehr. Marko Matic war ein Totalausfall ebenso wie Antonio Sario und Sören Kress, der zu dem wie auch Sario völlig demotiviert wirkte. Die Burgenländer ließen ihm eine Manndeckung zukommen und deckten auch insgesamt jetzt noch offensiver, was die Hildesheimer Einfallslosigkeit noch einmal deutlicher werden ließ. Über den Kreis lief kaum noch etwas, und wenn ein Ball mal ankam, wurde er eine Beute von Burgendlands Torwart Marius Göbner, der in der zweiten Hälfte zwischen die Pfosten gerückt war und eine starke Partie lieferte. Gerade waren 38 Minuten gespielt, da führte der Außenseiter zur Freude seiner Fans mit 25:18. Es lief nichts im Eintracht-Spiel. Kein Druck auf die Abwehr, keine erste oder zweite Welle, dafür aber Fehlpässe und technische Fehler am laufenden Band. Kress machte das Spiel immer wieder unnötig langsam und nahm aufkommenden Schwung aus den Bemühungen, ins Umschaltspiel zu kommen. Wenn etwas lief in dieser Phase, dann war es die rechte Seite, die für Gefahr sorgte. Behnke spielte Rene Gruszka mehrfach an, der zunächst sicher verwandelte. Auch Jakub Tonar mühte sich Jan Winkler kam in Unterzahl in den rechten Rückraum, verabschiedete sich einem Fehlpass und einem technischen Fehler nach einer Minute wieder. Beim 25:27 und 26:28 keimte noch einmal auf, doch jetzt fanden Kay Behnke, Nikolaos Tzoufras und auch Gruszka ihren Meister in Burgendlands Keeper Göbner, der die Bälle jeweils bravourös parierte. Letztlich gewannen die Gastgeber völlig verdient gegen einen ganz schwachen Favoriten, der sich bis auf die Knochen blamierte.

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