Versammlung der Elzer Fußballer: Sven Sander neuer 3. Vorsitzender / Beitrags-Außenstände bemängelt

Harry Feigenspan 60 Jahre dem SSV treu

Ehrungen beim SSV Elze (v.l.): Vorsitzender Herbert Schümann mit Michael Grünhagen, Harry Feigenspan und Reiner Helmedach. Fotos: Kuhlemann

ELZE Im MIttelpunkt der Jahreshauptversammlung des SSV Elze stand die Ehrung langjähriger Mitglieder, wobei Harry Feigenspan mit 60 Jahren Vereinstreue der Spitzenreiter war. Bei den Vorstandswahlen gab es eine Änderung: Sven Sander löst den bisherigen 3. Vorsitzenden Ingo Meyer ab.

Vorsitzender Herbert Schümann konnte neben 34 Mitgliedern auch Gäste von benachbarten Vereinen (Iris Rohde und Karl-Heinz Schulenburg vom SV Mehle sowie Hans-Michael Schulze vom MTV Elze) und die stellvertretenden Bürgermeister Birgit Freifrau von Cramm und Werner Jünemann begrüßen.

Im Vorstand bleibt (fast) alles beim Alten: Uwe Leps wurde als 2. Vorsitzender bestätigt, Marc Diederichs als Schriftführer und Jörg Müller-Witt als Jugendleiter. Neu ist Jan Bierwirth dabei, der mit Unterstützung von Joachim Woltemath an die Aufgaben des Werbe- und Schiedsrichterausschuss-Leiters herangeführt werden soll, um den Erfahrenen vielleicht schon im nächsten Jahr ablösen zu können. Auf diesen Kompromiss einigten sich die Beteiligten, denn eigentlich wollte Woltemath sein Amt schon jetzt abgeben. Zum neuen Kassenprüfer wählte die Versammlung Ulrich Dörpmund, der für Klaus Wilhelms nachrückt.

Als angenehme Aufgabe bezeichnete Schümann die Ehrung langjähriger Mitlieder. Neben Feigenspan wurden auch Reiner Helmedach (50 Jahre im Verein) und Michael Grünhagen (25) geehrt. Die Auszeichnung von Willi Lohse (50) und Werner Moyzeschewitz (40) soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Weniger angenehm war das Thema Mitgliedsbeiträge. „Zum 31. Dezember vergangenen Jahres waren Beitragsforderungen in vierstelliger Höhe offen, die sich auf 60 Personen verteilen“, ärgerte sich der SSV-Vorsitzende darüber, dass einige Mitglieder mit Beträgen zwischen neun und 278 Euro mit den Beitragszahlungen im Rückstand sind.

Teilweise handele es sich um ehemalige Spieler, die laut Schümann keine Austrittserklärung abgegeben hätten, aber nie wieder aufgetaucht seien. Dementsprechend kam der Vorschlag vom Führungsgremium, die Satzung des SSV dahingehend zu ändern, dass Personen, die mit ihrem Beitrag mehr als ein Jahr im Rückstand sind, aus dem Verein ausgeschlossen werden können – und zwar nicht, wie bisher, durch Entscheidung des Ehrenrates, sondern durch Vorstandsbeschluss.

Aus der Runde kamen Bedenken, man möge doch die soziale Komponente der Betroffenen berücksichtigen und eventuell Ratenzahlungen ermöglichen. Doch sowohl Schümann („Wir kriegen die gar nicht zu fassen“) als auch Spielausschuss-Vorsitzender Ralf Bierwirth („Wir müssen einen kürzeren Weg finden, denn wir schieben die Beträge jahrelang vor uns her“) überzeugten die Versammlung, für die vorgeschlagene Satzungsänderung zu stimmen. Wobei Schümann versicherte, keine Jugendlichen aus dem Verein ausschließen zu wollen, schließlich hätten sich die Eltern zur Beitragszahlung verpflichtet.

In seinem Rechenschaftsbericht bedauerte Schümann, dass die Altseniorenmannschaft vom Spielbetrieb abgemeldet wurde und dass sich generell zu wenige Personen um übergreifende Tätigkeiten im Verein kümmern würden.

Auf der anderen Seite lobte er den Zuwachs um fünf auf jetzt zehn Schiedsrichter sowie die immer besser zusammenwachsende Spielgemeinschaft mit dem SV Mehle. „Es lohnt sich immer, egal ob in Mehle oder Elze, Jugend- oder Herrenspiele anzuschauen“, bestätigte Ralf Bierwirth die gute Stimmung in den Mannschaften. Der Spielausschuss-Vorsitzende werde sich dafür einsetzen, in der kommenden Saison wieder eine Ü 40 anzumelden, schließlich sei diese Altersgruppe wichtig für den Verein.

Jugendleiter Jörg Müller-Witt berichtete von einigen Erfolgen im Nachwuchsbereich, mahnte aber, dass die Aufgaben im Jugendbereich auf zu wenige Schultern verteilt würden, da Trainer und Betreuer fehlen würden.

Einig war sich die Versammlung auch in dem Punkt, dass beim Einzug der Mitgliedsbeiträge jedem freigestellt werde, ob er per Lastschriftverfahren zahlt, oder ob er eine Rechnung zugestellt bekommt. Im Fall der Rechnungszustellung wollen die Verantwortlichen ab Sommer eine Bearbeitungsgebühr erheben, da schließlich Kosten für Bearbeitung, Papier und Porto entstünden. rk

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