2. Bundesliga

Linton Maina führt 96 zum Auswärtssieg in Rostock

jubelnde Spieler
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96-Kicker mit Torriecher: Linton Maina (r.) lässt sich für den 1:0-Siegtreffer bei Hansa Rostock feiern.

Hannover - Vier Spiele, drei Siege in der zweiten Fußball-Bundesliga – diese Bilanz von Trainer Christoph Dabrowski, der den glücklosen Jan Zimmermann bei Hannover 96 vor der Winterpause ablöste, kann sich durchaus sehen lassen nach dem dreckigen 1:0 (0:0)-Sieg der Roten beim Aufsteiger FC Hansa Rostock.

Die beiden neuverpflichteten Cedric Teuchert (wechselte von Union Berlin an die Leine) und der Niederländer und Mark Diemers (ehemals Feyenoord Rotterdam) standen wie erwartet in der Anfangself. Dazu kam noch Torwart Ron Robert Zieler, der nach langer Verletzungspause ein durchaus gelungenes Comeback feierte.
Doch was sich die Gäste allerdings auch an der Ostsee an Unzulänglichkeiten leisteten, ging auch nicht einmal auf die berühmte Kuhhaut. Der in dieser Saison schlechterdings viel zu häufig gesehene Grottenkick setzte sich zumindest in den ersten 45 Minuten fort. Nicht ein Mal schossen die Niedersachsen auf das Hansa-Gehäuse, sodass Rostocks Torwart Markus Kolke vor der Pause beschäftigungslos blieb. Einzig die Defensive der Hannoveraner und das Unvermögen der Hansa-Stürmer vor dem gegnerischen Tor verhinderten einen Rückstand für die 96er, denen in der Tat in der Offensive in den ersten 45 Minuten aber auch gar nichts gelingen wollte.
Erster Schreck für die Gäste bereits nach fünf Minuten, als Rechtsverteidiger Sei Muroya ohne Einwirkung eines Gegenspielers unglücklich umknickte und frühzeitig das Feld verlassen musste. Für ihn kam Jannik Dehm. In der achten Minute hätten die Gastgeber in Führung gehen müssen, doch eine Hereingabe von Pascal Breier, die noch leicht abgefälscht war, jagte Haris Duljevic aus sechs Metern über den Querbalken auf die Tribüne. Nur eine Minute später parierte Zieler einen Distanzschuss von Duljevic. 
Und wiederum zwei Minuten später köpfte Breier den Ball in die Arme von Zieler, der einen weiteren Distanzschuss von Lukas Fröde zur Ecke lenkte. Erschreckend hingegen die vielen Ballverluste der Gäste vor allem im Mittelfeld, wo der Ball kaum einmal drei Sekunden in den eigenen Reihen gehalten werden konnte. Diemers bemühte sich zwar um Ordnung, doch fand er kaum einmal eine Anspielstation. Vorn hing Maximilian Beyer in der Luft. „Gerade in der ersten Halbzeit können wir nicht zufrieden sein mit dem, was wir auf dem Platz gebracht haben. Wir sind extrem schwer ins Spiel reingekommen, waren zwischendurch, glaube ich, auch etwas geschockt durch die Verletzung von Sei Muroya“, suchte Dabrowski nach Gründen für den miserablen Auftritt seines Teams in der ersten Halbzeit.Schlechter werden konnte es nach dem Wechsel nicht, wurde es auch nicht. Endlich besannen sich die Hannoveraner darauf, auch einmal etwas für die Offensive zu tun. Und in der 58. Minute war es Linton Maina, der in einer Druckphase seiner Mannschaft Damian Roßbach ins Leere laufen ließ und aus 14 Metern mit einem Schlenzer halbhoch ins rechte Toreck den machtlosen Kolke überwinden konnte zum Tor des Tages. „Wir haben uns ganz gut gefangen und haben es zwar nicht ganz perfekt gemacht, aber es hat gereicht für den Sieg“, meinte Maina nach dem Schlusspfiff. 
„Mit der zweiten Halbzeit war ich total zufrieden – die Abstände waren enger, wir waren kompakter, haben die Tiefe öfters angesteuert und uns so die eine oder andere Möglichkeit erarbeitet“, resümierte Dabrowski.      wg/gsd

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