Hannover 96 hofft im Achtelfinale gegen Mönchengladbach auf Außenseiter-Chance

„Pokal schreibt eigene Geschichten”

Hannover 96 bereitet sich auf auf Pokal-Achtelfinale gegen  Borussia Mönchengladbach vor
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Nach dem Liga-Sieg in Rostock bleibt 96 nur wenig Zeit zur Vorbereitung auf Borussia Mönchengladbach.

Hannover – Nach dem Motto „Du hast keine Chance – aber nutze sie“ geht der Fußball-Zweitligist Hannover 96 am Mittwoch ab 18.30 Uhr in der HDI-Arena gegen den Erstligist Borussia Mönchengladbach in dieses DFB-Pokal-Achtelfinale. Gleichwohl hat für 96-Boss Martin Kind diese Partie nicht den großen Stellenwert, wenn er betont: „Wichtiger ist für uns das Spiel am Sonntag gegen Dresden.“ Denn da geht es um weitere wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Ein Borusse freut sich besonders auf die Rückkehr nach Hannover. Lars Stindl spielte von 2010 bis 2015 für die Roten. Allerdings trifft er aus dieser Zeit nur noch auf Ron Robert Zieler, mit dem er damals zusammen gespielt hat. „Ich habe mich gefreut, weil es für mich persönlich etwas Besonderes ist. Es ist schön, dass sich unsere Wege noch einmal kreuzen“, sagt Stindl, als die Achtelfinal-Paarungen ausgelost wurden. Er dürfte damals im 96-Trikot die erfolgreichste Zeit mit den Niedersachsen erlebt haben, die sich zwei Mal für die Europa League qualifiziert hatten. Nun aber spielt der 33-jährige Stindl bereits sechseinhalb Jahr für die Gladbacher und wird naturgemäß alles daran setzen, mit seinem Team ins Viertelfinale einzuziehen. In Runde 2 sorgten die Fohlen mit dem 5:0 gegen Bayern München für ein echtes Ausrufezeichen. 96 gewann souverän mit 3:0 gegen Fortuna Düsseldorf. Auch Dabrowski freut sich auf die Begegnung gegen den Bundesligisten. „Die Freude ist total da, jetzt im Pokalwettbewerb weiterzumachen. Der Pokal schreibt seine eigenen Geschichten, und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass da einiges möglich ist. Wir sind so aufgestellt, dass wir Möglichkeiten sehen, die Gladbacher vor Überraschungen zu stellen“, sieht der 96-Coach sein Team zwar in der Außenseiterrolle, jedoch nicht ganz chancenlos. Personelle Veränderungen gegenüber dem 1:0-Sieg gegen Hansa Rostock wird Dabrowski wohl nicht vornehmen. „Wenn ich mir die Leistungsdaten ansehe, muss ich sagen, dass das Team topfit ist. Von daher müsste jeder auch in der Lage sein, drei Spiele in einer Woche zu absolvieren“, betont der 96-Coach. Der Pokalerfolg der Roten, die damals als Zweitligist 1992 im Elfmeterschießen gegen Borussia Mönchengladbach den Pott gewannen, jährt sich zum 30. Mal. Und erstmals nach fünf Jahren erreichten die 96er nunmehr ein Achtelfinale.  wg/gsd

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