Hannover 96 zu Gast beim FC St. Pauli / Mehr als Rang 11 ist nicht mehr drin

„Müssen uns die Kritik gefallen lassen”

Training Hannover 96 vor Spiel gegen St. Pauli
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Nach zwei trainingsfreien Tagen ist für die Roten das „Quarantäne-Trainingslager” gestartet.

Hannover – Sechs der letzten sieben Spiele in der zweiten Fußball-Bundesliga hat Hannover 96 verloren. „Das lag sicherlich nicht an der Lustlosigkeit der Spieler“, betont 96-Trainer Kenan Kocak vor dem vorletzten Saisonspiel am Sonntag um 15.30 Uhr beim FC St. Pauli.

Es ist auch das vorletzte Pflichtspiel von Kocak, dessen bis 2023 laufender Vertrag zu diesem Saisonende aufgelöst wurde. „Der Verein hat mit Jan Zimmermann eine gute Entscheidung getroffen. Ich habe mit ihm schon telefoniert. Es war ein gutes Gespräch“, so der scheidende 96-Coach zur Verpflichtung seines Nachfolgers. Die Hannoveraner – in der Rückrundentabelle drittletztes Team - trifft in St. Pauli auf die beste Rückrundenmannschaft. Der Kiezklub stand in der Hinrunde lange auf einem Abstiegsplatz, hat sich aber nach der Winterpause enorm gesteigert. „St. Pauli hat ein Fundament, ein Kollektiv gefunden, das in der Rückrunde so stark aufgetrumpft hat“, nennt Kenan Kocak einen Grund der Steigerung des morgigen Gegners.
Bei 96 wird am Millerntor wieder Martin Hansen für Michael Esser, der sich mit Hüftproblemen herumplagt, im Tor stehen. Innenverteidiger Timo Hübers hat nach Adduktorenproblemen kurzzeitig das Training abbrechen müssen, während Mike Franz das Training wieder aufnehmen konnte. Baris Basdas zwickt der Oberschenkel.
Wie alle anderen Teams befinden sich auch die Roten in Quarantäne. „Wir können glücklich sein, dass wir auch unter diesen etwas anderen Bedingungen noch unseren Beruf ausüben dürfen. Ich hoffe, dass es bei uns keinen Lagerkoller gibt“, sagt Kocak, der sich einen Plan zurechtgelegt hat gegen St. Pauli, den er aber verständlicherweise noch nicht verraten will. Auch was die Aufstellung betrifft, hält sich der 96-Coach bedeckt. „Wenn wir der Meinung sind, dass uns Henne weiterhelfen kann, werden wir ihn aufstellen“, betont Kocak und deutet zumindest damit an, auch wie schon beim 0:1 in Kiel gegen Holstein mit Hendrik Weydandt und Marvin Ducksch wieder zwei Spitzen zu bringen. Mit zwei Siegen in St. Pauli und den 1. FC Nürnberg kann 96 höchstens noch auf Tabellenrang elf klettern. „Wir können mit dieser Tabellenregion nicht zufrieden sein. Das war und ist nicht unser Anspruch“, meint Kocak und zieht somit schon mal ein Fazit dieser Saison. „Wir müssen uns die Kritik gefallen lassen, was die Ergebnisse anbetrifft.“

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