Hannover 96 will beim HSV keine Aufstiegsgeschenke verteilen

Bloß keine Wettbewerbsverzerrung

Hinspiel Hannover 96 gegen den HSV Hamburg
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Nach acht Partien ohne Sieg feiert 96 gegen den HSV im Hinspiel ein 1:0.

Hannover – Noch zwei Spiele in der zweiten Fußball-Bundesliga – am Samstag steht um 13.30 Uhr das Nordderby beim Hamburger SV auf dem Programm – hat Trainer Christoph Dabrowski mit Hannover 96 vor der Brust, dann läuft sein Vertrag aus. Sein Nachfolger Stefan Leitl, noch Coach beim vorzeitigen Bundesligaabsteiger SpVgg Greuther Fürth, soll bereits in den Startlöchern stehen, fix ist dies offiziell aber noch nicht.

Am vorletzten Spieltag können die Roten nun im Volksparkstadion dafür sorgen, dass der Hamburger SV die letzten Hoffnungen auf den Aufstieg nach vier Jahren Zweitklassigkeit in die Beletage endgültig begraben können. „Der große Anreiz ist, in Hamburg vor ausverkauftem Publikum zu spielen. Wir haben eine Verpflichtung den anderen Mannschaften gegenüber, dass wir alles dafür tun, damit keine Wettbewerbsverzerrung stattfindet“, betont Dabrowski und weiter: „Jeder ist dafür verantwortlich, seine Hausaufgaben selber zu erledigen. Das wird der HSV genauso versuchen wie wir.“ In diesem Nordderby geht es für die Roten auch um eine bessere Tabellenplatzierung, denn davon ist auch abhängig, wie viel Geld die Hannoveraner aus dem Fernsehtopf bekommen. Nachdem sie mit dem 2:0-Sieg gegen den Karlsruher SC den Klassenerhalt gesichert haben, wollen sie sich nun auch seriös aus dieser Saison verabschieden. Dabei kann der 96-Coach bis auf Kapitän Marcel Franke (Zerrung an der Bizepssehne am Knie) und den dauerverletzten Sebastian Ernst auf seinen gesamten Kader beim Tabellenvierten zurückgreifen. Luka Krajnc konnte wegen leichter Probleme an der Wade zwei Tage nur individuell üben. 96-Cheftrainer Christoph Dabrowski zeigte sich mit Blick auf einen möglichen Einsatz des Defensivmanns in Hamburg aber optimistisch.  Gleichwohl scheinen die Niedersachsen so etwas wie ein Angstgegner für die Hanseaten zu sein. Denn in den Zweitligaduellen dieser beiden Nordklubs gewannen die Hamburger lediglich das erste, die vier weiteren endeten je zwei Mal Unentschieden und mit zwei Siegen für die Roten, die das Hinspiel mit 1:0 durch ein Tor von Linton Maina gewannen. Zuvor blieb 96 achtmal in Folge sieglos. Respekt vor diesem Nordduell zeigt HSV-Trainer Tim Walter. „Ähnlich wie im Hinspiel werden wir vermutlich auf einen eher abwartenden Gegner treffen, der situativ aber sicher auch pressen wird“, vermutet der 46-Jährige und ergänzt: „Viele lange Bälle und Flanken sind ebenfalls zu erwarten, zumal sie im Sturm mit Hendrik Weydandt einen guten Zielspieler haben. Darauf sind wir aber vorbereitet, im Endeffekt müssen wir in der Offensive weiter effektiv bleiben und Tore schießen.“       wg/gsd

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