Hannover 96 verliert Nachholspiel in Kiel mit 0:1

Hoher Aufwand wird nicht belohnt

Martin Esser im Tor von 96 beim Spiel in Kiel
+
Veränderungen auf fünf Positionen:  Martin Hansen steht für Michael Esser im 96-Tor.

Hannover – Trotz einer erheblichen Leistungssteigerung gegenüber dem desaströsen 1:2 am vergangenen Freitag gegen den SV Darmstadt 98 verlor Hannover 96 sein vorletztes Auswärtsspiel in der zweiten Fußball-Bundesliga äußerst unglücklich mit 0:1 (0:1) bei den aufstiegsambitionierten Holsteinern in Kiel.

Auf gleich fünf Positionen hatte der scheidende 96-Trainer sein Team umgekrempelt. So stand Martin Hansen für Michael Esser im Tor. Zudem rutschten Linton Maina, Mike Frantz, Philipp Ochs und Simon Falette für Niklas Hult, Kapitän Dominik Kaiser, Sei Muroya und Baris Basdas in die Anfangs-Elf. Gegen die Fünferkette der 96er hatten es die Gastgeber schwer, sich erfolgreich durchzusetzen, sodass sich ein Spiel auf Augenhöhe entwickelte. Vielmehr hatten die 96er die ersten Torannäherungen durch Florent Muslija (11.) und Hendrik Weydandt (29.). Die Führung der Holsteiner fiel indes in der 44. Minute aus dem Nichts, als Fabian Reese von links flankte und Fin Bartels mit seinem neunten Saisontor mutterseelenallein am langen Pfosten zum 1:0 einschieben konnte. „Wer solche Spiele gewinnt, der steigt auch auf. In der ersten Halbzeit war das Spiel ausgeglichen“, meinte Kocak, der mit der Leistung seiner Mannschaft vor allem in der zweiten Halbzeit sehr zufrieden sein konnte. „In der zweiten Hälfte waren wir drauf und dran, den Ausgleich zu erzielen. Aber das Gefühl kennen wir ja schon die ganze Saison über. Natürlich sind wir enttäuscht, dass wir trotz des Aufwandes, den wir betrieben haben, mit leeren Händen da stehen“, trauerte der 96-Coach weiteren Chancen durch Falette (47.) und des eingewechselten Jaka Bijol (69.) nach. In den letzten 20 Minuten nagelten die Gäste die Störche an deren eigenem Strafraum fest, zogen ein Powerplay auf, das die Kieler nur mit viel Glück überstanden. Zudem übersah der ansonsten souverän leitende Schiedsrichter Manuel Gräfe in der siebenminütigen Nachspielzeit ein klares Handspiel des Kielers Simon Lorenz im eigenen Strafraum nach einer Rechtsflanke des eingewechselten Kingsley Schindler (90. + 4). „Gerade die letzten 20 Minuten haben wir Powerplay gespielt und waren nur noch in der Kieler Hälfte. Tatsächlich haben wir nicht die allergrößten Chancen gehabt, aber trotzdem wäre am Ende mehr drin gewesen“, zeigte sich auch 96-Innenverteidiger Timo Hübers enttäuscht, dass sein Team sich nicht belohnt hatte und zumindest ein Unentschieden verdient gehabt hätte. „Wir haben jetzt noch zwei letzte Spiele vor der Brust und die wollen wir gewinnen. Die Sympathie für Kiel ist bei mir nie verloren gegangen. Ich habe hier eineinhalb tolle Jahre gehabt“, meinte 96-Torjäger Marvin Ducksch, der seinem ehemaligen Verein zweifellos den Aufstieg wünscht.    

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare