Steigerung nicht belohnt: Hannover 96 verliert in Regensburg mit 1:3

„Unsere erste Halbzeit war nichts”

Sarpreet Singh erzielt die Regensburger Führung gegen Hannover 96
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Torwart Martin Hansen macht sich ganz lang, kann aber das 0:1 durch Sarpreet Singh nicht verhindern.

Hannover – Hannover 96 wartet weiter auf den zweiten Auswärtssieg in der zweiten Fußball-Bundesliga. Beim SSV Jahn Regensburg verlor das Team von Trainer Jan Zimmermann mit 1:3 (0:2) und kommt der Abstiegszone immer näher.

In den ersten 15 Minuten hatten die Gäste zwar mehr vom Spiel, doch den ersten gefährlichen Angriff nutzten die Regensburger gleich zur 1:0-Führung, als Sarpreet Singh erst Tom Trybull austanzte und dann an vier 96ern das Leder ins lange Toreck versenkte. Nur fünf Minuten später gar das 2:0 für Jahn, an dem 96-Keeper Hansen nicht ganz schuldlos war. Nach einer Kerze von Marcel Franke fiel der Ball senkrecht herunter auf Hansen, der sich von Carlo Boukhalfa leicht irritieren ließ, das Leder nicht unter Kontrolle bekam, sodass der Regensburger im Nachsetzen erfolgreich war. Und der SSV der bis dato mehr als das Dreifache an Toren gegenüber den Roten erzielt hatte (21 zu 7) setzte nach und kam zu weiteren Torchancen. So verfehlte Boukhalfa mit einem Schuss von der Mittellinie nur ganz knapp das 96-Gehäuse (30.), scheiterte Erik Wekesser freistehend an Hansen, und auch Charalambos Makridis konnte Hansen nicht überwinden (37.). Kurz zuvor hatte Jan Zimmermann reagiert, brachte für Mittelfeldspieler Trybull Stürmer Maximilian Beier, zumal bis zu diesem Zeitpunkt Regensburgs Torwart Alexander Meier nicht ein Mal eingreifen musste, erneut herrschte große Flaute im 96-Angriff. Personell legten die Roten zur zweiten Halbzeit noch einmal kräftig nach: Kaiser für Frantz, Kerk, mit dem das 96-Spiel endlich mehr Schwung und Torgefahr bekam, für Muslija und der Ex-Regensburger Sebastian Stolze für Maina. Diese Wechsel sollten sich alsbald bezahlt machen. In der 48. Minute verfehlte Hinterseer nach einem Eckball von Kerk das Leder am langen Pfosten nur ganz knapp. Hoffnung bei den Gästen, als Kerk einen direkten Freistoß aus 28 Metern an Freund und Gegner vorbei verwandelte zum 1:2 (54.). In der 65. Minute verfehlte Beier nach schöner Einzelleistung das gegnerische Gehäuse aus 16 Metern nur knapp ebenso wie Kerk in der 80. Minute. Mit Hendrik Weydandt brachte Zimmermann einen weiteren Stürmer. Doch alle Offensivbemühungen nutzten nichts mehr. Vielmehr kassierten die Hannoveraner nach einem Konter durch Joel Zwarts das 1:3 und damit die siebte Niederlage für die Roten. Jan Zimmermann sagte nach dem Spiel: „Unsere erste Halbzeit war nichts. Die zweite Halbzeit haben wir das gespielt, was wir immer spielen sollten und auch gezeigt, was wir spielen können. Jetzt wird es für uns darum gehen, klar und deutlich anzusprechen, was in der ersten Halbzeit nicht funktioniert hat und warum.”      wg/gsd

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