Hannover 96 verliert in der Nachspielzeit gegen Schalke 04

Eine Minute fehlt zum Punkt

Hannoveraner stehen enttäuscht nach der Niederlage gegen Schalke 04 auf dem Rasen
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Enttäuschung bei den Hannoveranern kurz nach dem Abpfiff der Begegnung.

Hannover – Dieter Schatzschneiders Torrekord von 153 Toren in der zweiten Fußball-Bundesliga wurde zwar nicht durch Simon Terodde gebrochen, doch das war dem ehemaligen 96-Spieler, der für die Roten immerhin 131 Tore erzielt hatte, am Ende schnurzpiepegal: „Ich hätte lieber gesehen, wenn 96 4:2 gewonnen hätte und Terodde meinen Rekord mit zwei Toren für sein Team gebrochen hätte“. So aber verlor während seiner Anwesenheit sein Herzensverein Hannover 96 mit 0:1 (0:0) gegen Schalke 04 und Terodde noch warten, ehe er seinen 154. Treffer in den kommenden Spielen anbringt.

Beide Trainer, sowohl Schalkes Dimitrios Grammozis als auch sein Kollege Jan Zimmermann, waren sich indes einig, dass die Gäste vor 39 500 Zuschauern in der HDI-Arena verdient gewonnen hatten. Der 96-Trainer schränkte allerdings ein, dass „dieser Sieg der Schalker etwas glücklich war”, denn das Tor am Freitagabend fiel erst in der fünften Minute der Nachspielzeit durch Verteidiger Marcin Kaminski, dessen Schuss aus acht Metern halbhoch ins linke Toreck von Martin Hansen nicht zu halten war. Hansen war erst in der 78. Minute für Keeper Ron-Robert Zieler eingewechselt worden, der sich bei einem Tritt in den Rasen eine Muskelverletzung in der Wade zugezogen hatte. Er wird für mehere Woche ausfallen. Zuvor hatte Zieler in der 53. Minute sensationell den 0:1-Rückstand mit einem Reflex gegen Kaminski verhindert und nur eine Minute später einen Kopfball von Dominick Drexler ebenfalls reaktionsschnell mit einer Hand über den Querbalken gelenkt. Zuvor hatte Zieler schon sehr gut pariert gegen einen Distanzschuss von Thomas Ouwejan (42. Minute) und nach einem katastrophalen Abspielfehler von Julian Börner, den aber Marius Bülter (47. Minute) nicht nutzen konnte, weil erneut Zieler auf dem Posten war.
Allerdings hätten die Gäste bereits nach zwölf Minuten in Führung gehen müssen, doch ein Schuss von dem wegen Verletzung bereits nach 18 Minuten ausgewechselten Mehmet Aydin aus halbrechter Position landete am langen Innenpfosten, von wo aus der Ball ins Spielfeld zurücksprang. Dabei dürften die Roten einen absoluten Negativrekord in der Offensive aufgestellt haben in dieser Saison. In insgesamt 99 Minuten schossen die Gastgeber ein Mal auf das gegnerische Tor im Gegensatz zu den Schalkern, die dagegen 22 Mal Torschüsse hatten. Stellvertretend für die Schussschwäche der 96er stand ein aussichtsreicher Schussversuch von Maximilian Beier, der in der 34. Minute über den Ball trat.„Wir haben in bisher keinem Spiel so viele Zweikämpfe verloren wie gegen Schalke“, monierte denn auch Jan Zimmermann das schwache Zweikampfverhalten seines Teams, das am Ende froh sein konnte, nicht höher verloren zu haben.
„Wir haben nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Aber dann muss man kämpfen, und das haben wir getan und viel investiert. Es hat uns am Ende leider eine Minute zu einem Punkt gefehlt“, ärgerte sich Zimmermann über das späte Siegtor der Schalker.    wg/gsd

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