Steigerung nicht belohnt: Hannover 96 verliert gegen Schalke 04 mit 1:2

„Die Enttäuschung ist natürlich da”

Enttäuschung und Jubel: Während die Schalker feiern, herrscht bei den 96er nach dem 1:2 Frust.
+
Enttäuschung und Jubel: Während die Schalker feiern, herrscht bei den 96er Frust.

Hannover – Der Turnaround ist Hannover 96 auch beim FC Schalke 04 nicht gelungen. So gab es für das Team von Trainer Christoph Dabrowski in der zweiten Fußball-Bundesliga mit dem 1:2 (0:1) die dritte Niederlage in Folge und die Erkenntnis, dass die Roten den Blick nach unten in der Tabelle nicht aus den Augen verlieren dürfen.

Zwar war eine klare Leistungssteigerung gegenüber dem 1:3 in Sandhausen und dem 0:3 gegen Nürnberg zu erkennen, gleichwohl aber auch weiterhin die Erkenntnis, dass die Offensive der Niedersachsen noch immer erhebliche Defizite aufweist. Nur die auf den Abstiegsrängen stehenden Aue und Ingolstadt sind noch harmloser in der Torausbeute als die Gäste. Dabrowski hatte Hendrik Weydandt den Vorzug vor Lukas Hinterseer gegeben. Auch Linton Maina, der gegen Nürnberg eine ganz schwache Leistung ablieferte, hatte er auf die Ersatzbank beordert. Für den verletzten Niklas Hult kam Philipp Ochs zum Einsatz. Und in der Innenverteidigung brachte der 96-Coach den erst 20-jährigen Tim Walbrecht, der mit Julian Börner und Marcel Franke die Kreise von Simon Terodde einengen sollte, was dem Trio auch weitestgehend gelang. „Ich komme gerade aus der Kabine. Die Enttäuschung ist natürlich da. Wenn ich auf die Leistung gucke, dann haben wir heute sehr viele Dinge umgesetzt, die wir uns vorgenommen haben“, meinte ein über das Ergebnis sichtlich enttäuschter 96-Trainer, der gleichwohl mit der Leistung seines Teams durchaus zufrieden war und hofft, auf dieser Leistung seiner Mannschaft in zwei Wochen gegen Regensburg aufbauen zu können. Dabei verkennt Dabrowski allerdings, dass er es in erster Linie seinem Torwart Ron Robert Zieler zu verdanken hatte, dass es nur beim knappen 1:2 blieb. Denn der 32-jährige Weltmeister von 2014 verhinderte unter anderem weitere Gegentreffer, als er gegen Terodde (13.), gegen Marius Bülter (60.), dessen Schuss leicht abgefälscht wurde, und auch gegen Marvin Pieringer (87.) glänzend reagierte. Beim 0:1 durch den Japaner Ko Sakura kurz vor dem Halbzeitpfiff war er allerdings machtlos, als dieser einen zu kurz abgewehrten Ball von Gael Ondoua ins Tor versenkte.Fünf Minuten nach dem Wechsel war es der Ex-Schalker Cedric Teuchert, der mit einer Drehung den Ball platziert ins lange Toreck wuchtete zum 1:1-Ausgleich für die Gäste vor 55 152 Zuschauern in der Veltins-Arena. „Dann kommen wir nach der Pause zurück, doch das zweite Tor der Schalker fällt dann leider einfach zu früh“, ärgerte sich Dabrowski über das 1:2 (54.) durch Schalkes besten, den Uruguayer Rodrigo Zalazar, der aus spitzem Winkel Zieler keine Abwehrchance ließ. Mit der Einwechslung von Maina für Ochs und Maximilian Beier für Sebastian Kerk, der bis zu seiner Auswechslung recht ordentlich die Fäden im Mittelfeld gezogen hatte, wollte Dabrowski noch einmal die Offensive verstärken, doch der erhoffte Ausgleich gelang den Roten nicht mehr.      wg/gsd

Kommentare