Wie verhext: Enttäuschende 1:2-Pleite beim zuvor sieglosen Aufsteiger Würzburg

Hannovers Auswärtsfluch hält an

Hannover – Jetzt wird es ungemütlich bei Hannover 96! Auch beim zuvor noch sieglosen Tabellenletzten Würzburger Kickers legten die „Roten“ ihre katastrophale Auswärtsschwäche nicht ab und kassierten eine einmal mehr desillusionierende 1:2 (1:0)-Pleite – das siebte Auswärtsspiel ohne Dreier. Ohne Zweifel: 96 in der Krise!

Enttäuschung: Die 96er lassen nach dem Treffer zum 2:1 für Würzburg die Köpfe hängen.

Die aktuelle Hiobsbotschaft gab es nicht etwa vom 96-Team, sondern vom Trainer: Kenan Kocak war beim Spiel nicht dabei – ein Hexenschuss streckte ihn nieder, er sah die Partie im Hotel im TV. Die Co-Trainer Asif Saric und Serhat Umar coachten am Rand. Die erste erwähnenswerte Szene gab es nach elf Minuten, als Hannovers Schweden-Verteidiger Hult von links flankte, er aber keinen Abnehmer fand. Auf der anderen Seite säbelte Würzburgs Meisel kurz vor dem „Fünfer“ über den Ball – Dusel für die 96er (14.), .die drei Minuten später aber jubeln durften! Twumasi schlug einen Freistoß von rechts in den Kickers-Strafraum, wo Marvin Ducksch den Ball per Kopf verlängerte und die Kugel vom Knie von Kickers-Stürmer Ridge Munsy in die lange Ecke flog. Doch wem wurde Hannovers 1:0 gutgeschrieben? Langes Hin und Her bei der DFL. Erst war’s ein Eigentor von Munsy, dann wurde die Führung Ducksch angerechnet. Ein „richtiges“ Tor konnte Würzburgs Kongolese mit Schweizer Pass aber auch. Eine Vorlage von Hermann ließ Würzburgs Sontheimer passieren, 96-Innenverteidiger Falette war irritiert und Munsy schloss mit links in die lange Ecke zum 1:1 (53.) ab. Die Mainfranken (mit Neu-Trainer Trares) übernahmen die Partie nun immer mehr, von 96 kam fast nur noch Stückwerk – einmal mehr ein Armutszeugnis für den vermeintlich so hoch gehandelten Kader. Nach einer guten Stunde löste „Henne“ Weydandt den Ex-Kieler Schindler ab, doch gebracht hat es nichts. Vielmehr gab es den nächsten Jubel auf Kickers-Seite. Baumann schickte Kopacz auf der rechten Seite steil, wo er freie Bahn hatte und mit einem strammen Schuss in die kurze Ecke an Torwart Esser an dessen 33. Geburtstag vorbei zum 2:1 abschloss. Ochs und Sulejmani kamen bei 96 noch auf den Platz, zu guten Torchancen kamen die „Roten“ im mausgrauen Dress nicht mehr.

Rubriklistenbild: © Lars Kaletta

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