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„Herz, Wille und Kampf gezeigt” 

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Von: Heiko Meyer

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Hannover 96 sichert sich Punkt gegen Düsseldorf
Hochbetrieb im Fortuna-Strafraum: Sebastian Kerk kommt zum Kopfball. © Lars Kaletta

Hannover – Eines vorweg: Es war an diesem sonnigen Samstagnachmittag Fußball zum Abgewöhnen. Und dies lag vor 17 200 Zuschauern vornehmlich an der Fortuna aus Düsseldorf, die es nicht schaffte, gegen eine 75 Minuten lang dezimierte Mannschaft von Hannover 96 auch nur einen nennenswerten gefährlichen Angriff hinzubekommen. So konnten sich am Ende mehr oder weniger über dieses torloses Remis. 

Trainer Christoph Dabrowski und die Roten freuen, weil sie weiterhin in der zweiten Fußball-Bundesliga einen komfortablen Sieben-Punkte-Vorsprung vor dem Relegationsplatz aufweisen und sich durch eine überragende Abwehrleistung den einen Punkt redlich verdient hatten. Was war in der 15. Minute passiert? Nach einem langen Pass der Düsseldorfer foulte der in die tief stehende Sonne schauende 96-Außenverteidiger Niklas Hult seinen Gegenspieler Rouwen Hennings und sah dafür von Schiedsrichter Tobias Stieler die Rote Karte - eine harte, aber durchaus nachvollziehbare Entscheidung. Hult droht eine Sperren von zwei oder drei Spielen. Fortan verlagerte sich das Spiel mehr oder weniger in die Hälfte der Hannoveraner, die ihrerseits bereits nach acht Minuten durch Sebastian Kerk und nur zwei Minuten später durch Dominik Kaiser zwei gute Torchancen hatten, die aber Fortunen-Keeper Florian Kastenmeister beide Male zunichte machte. In der 26. Minute verfehlte 96-Innenverteidiger Julian Börner das Leder nach einem Freistoß von Kerk nur ganz knapp. „Ich denke, man hat in der Anfangsphase gesehen, dass wir im Gegensatz zu den letzten beiden Heimspielen mit einer höheren Aktivität das Spiel angehen wollten. Das ist anfangs gut gelungen. Dann gab es die Rote Karte“, meinte der zufriedene Dabrowski. „Ein großes Kompliment an die Truppe: Wir haben Herz gezeigt, Wille, Kampf“, sagte 96-Innenverteidiger Julian Börner, der mit seinen Kollegen Marcel Franke und Luka Krajnc den Laden dichthielt und 96-Torwart Ron Robert Zieler einen ruhigen Nachmittag bescherte. „Die Szene Minute 15 war sicherlich entscheidend für den weiteren Spielverlauf. Wir hatten Ideen, aber Hannover hat alles verteidigt, was ansatzweise torgefährlich hätte sein können. Wir haben aus der Überzahl nichts gemacht“, kritisierte Düsseldorfs Trainer Daniel Thioune die Harmlosigkeit seiner Mannschaft vor dem gegnerischen Gehäuse.
In der 69. Minute gar noch die Chance der Gastgeber, den Sieg einzutüten, doch ein Freistoß aus 18 Metern setzte Kerk knapp über den Fortuna-Kasten. „Die Mannschaft hat brutal viel investiert. Den Punkt nehmen wir gerne mit. Ich kann der Mannschaft nur ein Riesenkompliment für ihren Einsatz machen“, lobte der 96-Coach sein Team, das allerdings von überaus harmlosen Düsseldorfern vor keine großen oder nicht lösbaren Aufgaben gestellt wurde. Nach dieser intensiven Partie sagte Christoph Dabrowski: „Wir müssen jetzt gut regenerieren.” Und der Trainer hatte noch ein Ostergeschenk für sein Team parat: Die Spieler bekamen zwei freie Tage. Am Dienstag startet die Vorbereitung auf das nächste Spiel. Die Einheit um 15 Uhr ist öffentlich. Nächster Gegner der Roten ist der SC Paderborn. Anpfiff ist am kommenden Sonntag um 13.30 Uhr. wg/gsd

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