2:4-Trauerspiel von Hannover 96 nach 2:1-Führung beim SV Sandhausen

„Wir haben Geschenke verteilt”

Niederlage Hannover 96 in Sandhausen
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Frust bei Hannovers Stürmer Marvin Ducksch bei der Schlappe in Sandhausen.

Hannover – Nach dem 3:1-Sieg gegen Regensburg wähnte sich Hannover 96 auf einem besseren Weg, im Endspurt der zweiten Fußball-Bundesliga zu sein, als die Saison bisher insgesamt gelaufen war. Doch was das Team von Trainer Kenan Kocak am Sonntag beim bis dato Tabellenvorletzten SV Sandhausen ablieferte, schlug dem Fass den Boden aus. Blamage, Demütigung – das sind die Begriffe, die das 2:4 (1:1)-Trauerspiel der Hannoveraner am besten beschrieben. 

„Wir können so nicht verteidigen. Wir haben Geschenke verteilt“, meinte Kocak hinterher. Und am spendabelsten zeigte sich 96- Keeper Michael Esser gegenüber den Sandhäusern. Mehr vom Spiel hatten die Niedersachsen, in der 25. Minute das 1:0 der Gastgeber aus dem Nichts. Einen direkten Freistoß von Julius Biada nach einem umstrittenen Foul von Josip Elez ließ 96-Keeper Michael Esser passieren. Der hatte lediglich eine Mauer mit nur drei Spielern bilden lassen, was den 96ern zum Verhängnis wurde, weil Biada knapp vorbei an der Mauer den Ball ins kurze Toreck zirkelte. Das 1:1 fiel drei Minuten vor dem Pausenpfiff ebenfalls durch einen aus 25 Metern direkt verwandelten Freistoß, den Muslija ins obere rechte Sandhäuser Toreck schoss. Wie Esser sah auch hier SV-Keeper Stefanos Kapino nicht gut aus. In der zweiten Halbzeit kam Valmir Sulejmani für den verletzten Hendrik Weydandt. Sulejmani brachte 96 mit 2:1 (63.) in Führung, die allerdings nur vier Minuten hielt. Falette hatte einen Foulelfmeter verursacht, den Kevin Behrens zum 2:2 sicher verwandelte. Unverständlich, dass Kocak nach 74 Minuten mit Muslija den bis dahin besten 96er auswechselte, für ihn kam Linton Maina. Was sich in der letzten zehn Minuten 96 leistete, ist mit vogelwild noch harmlos umschrieben. Erst patzte Esser beim 2:3 (81.) durch Daniel Keita-Ruel erneut, und beim 2:4 durch Behrens stellte Falette die Abwehrarbeit in der Nach- spielzeit gänzlich ein.

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