Hannover 96 ist beim 1:4 gegen Greuther Fürth chancenlos

„Ein sehr, sehr schlechtes Spiel”

Hannover – Auswärts präsentiert sich Hannover 96 in der 2. Liga weiterhin sehr schwach. Beim 1:4 (0:2) kassierten die „Roten“ bei der SpVgg Greuther Fürth die sechste Pleite auf fremden Terrain in Folge. Für die Franken war es nach sieben sieglosen Heimspielen der erste Dreier am Ronhof. 96 wieder einmal als Aufbaugegner.

Auswärts läuft es einfach nicht: Jaka Bijol und Kingsley Schindler nach dem Abpfiff.

Was für ein Armuts-Auftritt von 96 in der ersten Halbzeit! Kein Torschuss, keine halbwegs gelungene Offensiv-Aktion – aber schon zwei Treffer kassiert! Mit langem Bein stocherte Fürths Amerikaner Julian Green den Ball nach Vorarbeit vom Ex-Braunschweiger Nielsen und Hrgota zum 1:0 (22.) über die Linie. Und nur vier Minuten später steht Paul Seguin nach Linksflanke von Raum am zweiten Pfosten völlig frei und drückt zum 2:0 ein. Den Sohn von Ex-DDR-Nationalspieler Wolfgang Seguin (SC Magdeburg) hatte 96 im Rücken seiner Abwehr total vergessen. Schon zuvor stand 96-Keeper Esser im Brennpunkt, rettete bei einer Vierfach-Chance der Franken. Die Partie lief fast nur in Richtung Hannover-Tor. Ein peinlicher Auftritt bei den Ansprüchen von 96, das mit dem Flieger angereist war. Nach der Pause stürzte 96 noch mehr ab. Nach einem Fehlpass von Genki Haraguchi laufen der Däne Nielsen und Branimir Hrgota auf den 96-Kasten zu und der Schwede schiebt aus zwölf Metern an Torwart Esser vorbei zum 3:0 (51.) ein. Ein kleiner Funken Hoffnung keimte auf, als der zur zweiten Hälfte wie Valmir Sulejmani eingewechselte Hendrik Weydandt eine Schindler-Rechtsflanke zum 1:3 (58.) eindrückte. Doch nach 68 Minuten war auch der wieder dahin. Hrgota wurde von Nielsen bedient und traf wieder an Esser vorbei zum 4:1 (68.) – eine skandinavische Koproduktion. Vier Treffer gegen die bis dahin stabilste Defensive, das sprach Bände. 96-Coach Kenan Kocak warf bei einem Dreifach-Wechsel mit Ochs, Twumasi und Franke noch drei frische Kräfte ins enttäuschende Geschehen. Schindler, Ducksch und Kaiser mussten vom Feld. Hannover kam zwar im zweiten Durchgang etwas auf, agierte umtriebiger, doch weil die Roten eben die erste Halbzeit total in die Tonne gekloppt hatten, änderte sich an der verdienten Niederlage nichts mehr. Mit dieser schwachen Auswärts-Verfassung kann 96 den Aufstieg und die Erstliga-Rückkehr abhaken „Ich bin generell enttäuscht über die Leistung und Performance der Mannschaft. Das werden wir gründlichst auch besprechen und analysieren. Das war schon ein sehr, sehr schlechtes Spiel von uns”, sagte ein frustrierter Kocak auf der 96-Homepage. - haz/gsd

Rubriklistenbild: © Lars Kaletta

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