Auf den Pokalerfolg in Würzburg folgt ein 2:0-Heimsieg gegen Karlsruhe

Hannover 96 startet erfolgreich in die Saison

Hannover 96 gegen Karlsruher SC Kapitän Dominik Kaiser erzielt nach einer Flanke von Hendrik Weydandt die 1:0-Führung.
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Kapitän Dominik Kaiser erzielt nach einer Flanke von Hendrik Weydandt die 1:0-Führung.

Hannover – Besser hätte die Pflichtspielsaison für Hannover 96 nicht beginnen können. Erst der überzeugende 3:2-Sieg in der ersten DFB-Pokalrunde bei den Würzburger Kickers. Und nun zum Zweitliga-Einstand ein 2:0 (1:0) gegen den Karlsruher SC in der HDI-Arena vor 500 Zuschauern. Gleichwohl zeigte sich, dass noch viel Arbeit auf 96-Trainer Kenan Kocak wartet.

Die 96-Fans protestieren vor dem Stadion mit einem roten Teppich, Spruchbändern und falschen Geldscheinen gegen die Entscheidung, 500 VIP-Zuschauer und Sponsoren zum Spiel zu lassen.

„Wir haben sehr schlecht angefangen. Wir waren heute sehr passiv und haben jegliche Aggressivität vermissen lassen“, kritisierte Kocak völlig zu Recht. Denn sein Team benötigte 20 Minuten, um sich am Spielgeschehen zu beteiligen und nun auch den einen oder anderen Zweikampf für sich zu entscheiden. Zudem fehlten den Roten in der sich im Umbruch befindlichen Mannschaft häufig noch die Präzision und Abstimmung zwischen den Mannschaftsteilen. Die Angriffsbemühungen der Karlsruher in der Anfangsphase blieben indes eher harmlos. Den ersten Schuss aufs Karlsruher Tor setzte Marvin Ducksch ab, schoss den Ball aber KSC-Torwart Marius Gersbeck in die Arme. Besser machte es da 96-Kapitän Dominik Kaiser. Einen folgenschweren Querpass von Robin Bormuth fing Hendrik Weydandt ab, spielte das Leder nach links zu Ducksch. Seine scharfe Flanke erreichte Kaiser, der vom Elfmeterpunkt das Leder direkt unten links zur 1:0-Führung versenkte. Kaiser hatte auch schon in Würzburg getroffen. Per Videobeweis wurde nur drei Minuten später ein Tor der Gäste aberkannt, weil Marco Djuricin nach einem Eckball das Leder per Kopf zwar im 96-Gehäuse versenkt, vorher aber Ducksch geschubst hatte. „Wir wollten heute zu Null spielen – das ist uns gelungen und das macht Mut für die nächsten Spiele“, meinte Ducksch, der in der zweiten Halbzeit allerdings noch zwei Riesenchancen (53. und 57) nicht nutzen konnte, ansonsten aber immer wieder für Gefahr vor dem Karlsruher Gehäuse sorgte. Und hinten ließ vor allem der bärenstarke Timo Hübers kaum einmal etwas zu, dürfte gefühlt alle Zweikämpfe gewonnen haben. In der letzten halben Stunde verwalteten die 96er ihren knappen Vorsprung, lauerten immer wieder auf Konter, von denen einer erfolgreich genutzt wurde. Der in der 66. Minute für Weydandt eingewechselte Linton Maina nahm einen Pass von Genki Haraguchi auf und tunnelte Gersbeck zum 2:0 (5.). „Wir hatten diese Woche zwei Ziele. Wir wollten im Pokal weiterkommen und das Spiel heute gewinnen. Das haben wir geschafft und darüber bin ich sehr froh“, resümierte Kocak. Unterdessen haben die Hannoveraner das Leihgeschäft mit dem 21-jährigen slowenischen Nationalspieler Jaka Bijol von ZSKA Moskau erfolgreich abgeschlossen.  – wg/gsd

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