Hannover erkämpft einen Punkt gegen Paderborn / Ab der 67. Minute in Unterzahl

96-Offensive ist erneut zu harmlos

Hannovers Sebastian Ernst beim Heimspiel gegen Paderborn
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Sebastian Ernst leitet im Mittelfeld einen 96-Angriff ein.

Hannover – Hannover 96 kommt in der zweiten Fußball-Bundesliga nicht so recht vom Fleck. Zwar gelang dem Team von Trainer Jan Zimmermann ein 0:0 gegen das Spitzenteam SC Paderborn, doch wieder versäumten es die Gastgeber vor 10 400 Zuschauern in der HDI-Arena, sich vor allem in der richtig guten ersten Halbzeit mit einem Tor zu belohnen.

Zehn Tore in 14 Spielen, so die überaus magere Beute der 96er, die darauf gehofft hatten, dass Lukas Hinterseer nun endlich seine Ladehemmungen mit einem Tor gegen Paderborn hätte abstellen können, nachdem er verletzungsbedingt drei Spiele pausiert hatte, doch wieder wurde die Hoffnung enttäuscht. Hingegen waren die Ostwestfalen mit 28 Toren in 13 Spielen angereist. Davon hatte allein Sven Michel zwölf Treffer erzielt, zwei mehr also als die gesamte Mannschaft von Hannover 96. Doch hatte Michel mit dem Japaner Sei Muroya den stärksten 96er gegen sich, der ihm keinerlei Entfaltungsmöglichkeiten ließ und auch nach vorn für Impulse sorgte. Keine Frage, zur Halbzeit hätte es 2:0 für die Gastgeber stehen können. In der 17. Minute scheiterte Sebsatian Kerk an Paderborns Keeper Jannik Huth, der den Schuss zur Ecke ablenken konnte. Die beste Chance, in Führung zu gehen, hatte Maximilian Beier, der allerdings in der 29. Minute freistehend an Huth scheiterte. Nur eine Minute später setzte Sebastian Stolze einen Eckball von Sebastian Kerk per Kopf knapp über den Querbalken. „Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, es abermals versäumt, ein Tor zu machen. Das ist derzeit unsere Geschichte“, meinte Zimmermann, der seinem Team bescheinigte „sehr mutig gespielt zu haben.” Nach dem Wechsel drängten nun die Gäste ihrerseits auf die Führung, die Dennis Srbeny in der 58. Minute freistehend auf halblinks aus sieben Metern auf dem Fuß hatte, doch Hannovers Torwart Martin Hansen reagierte glänzend, verhinderte so den Rückstand. In der 68. Minute dezimierte sich 96, als Michel vom bis dahin sehr starken Julian Börner an der Strafraumgrenze gefoult wurde, dafür glatt Rot sah und wohl für Karlsruhe und den Hamburger SV gesperrt wird – sicherlich ein Verlust. Den anschließenden Freistoß setzte Julian Justvan an den linken Außenpfosten. 96 versuchte dennoch alles, um das entscheidende Tor zu erzielen. So traf Hendrik Weydandt, in der 71. Minute für Hinterseer eingewechselt, in der 74. Minute nach einem Eckball des ebenfalls eingewechselten Florent Muslija nur den Querbalken. Zwei Minuten später allerdings Glück für die Roten, als Marco Schuster nur den rechten Pfosten traf. Paderborns Trainer Lukas Kwasniok hatte ein kurzweiliges Spiel in der HDI-Arena gesehen. „Die Punkteteilung ist gerecht, weil 96 auch in Unterzahl noch sehr gut verteidigt hat“. Auch Jan Zimmermann nahm diesen einen Punkt mit, lobte seine Mannschaft dass sie auch in Unterzahl versuchte, das Spiel noch zu gewinnen und „auch die Art und Weise, wie wir gespielt haben, nehmen wir sehr positiv mit“.      wg/gsd

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