3. Liga

Eintracht Hildesheim besiegt Flensborg und bleibt vorn dabei

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Die Hildesheimer Eintracht-Abwehr stellt sich mit vereinten Kräften gegen einen Freiwurf von Marc Blockus vom DHK Flensborg.

HILDESHEIM - Eintracht Hildesheim hat die Hinrunde der Nordstaffel der 3. Bundesliga mit einem Heimsieg gegen den DHK Flensborg beendet. Die Hildesheimer besiegten den Dänischen Handball Klub mit 26:21 (14:10) und bleiben damit gemeinsam mit dem punktgleichen HC Empor Rostock an der Tabellenspitze.

Gegen den Tabellenletzten war ein doppelter Punktgewinn trotz der Verletzungsmisere nicht nur sicher eingeplant sondern auch schlichtweg Pflicht, wenn das Kopf-an-Kopf Rennen um die Tabellenspitze auch in den kommenden Wochen fortgesetzt werden sollte. Die Hildesheimer warfen zwar das 1:0, begannen aber nervös und leisteten sich einige unnötige Ballverluste. Zwischenzeitlich führten die Gäste einmal 2:1, dann setzten die Hausherren zunehmend durch. Eintracht wirkte hoch engagiert, hatte in der Abwehr aber Probleme mit den Schlagwürfen des Flensborgers Sjören Tölle. Oberbeck versuchte in einer Auszeit in der 11. Minute seinen Innenblock besser auf den Flensborger Haupttorschützen einzustellen. Nach einer Viertelstunde führten die weiter couragiert auftretenden Einträchtler 9:7. Mit zwei schnellen Treffern sorgten Julius Heil und Lothar von Hermanni innerhalb einer Minute dann für eine etwas sicherere 11:7 Führung. Rene Gruszka, der bereits mit einem Siebenmeter gescheitert war, verpasste eine höhere Führung seiner Mannschaft, als er mit einem Gegenstoß an Gästekeeper Tim Arndt scheiterte. Die Nervosität war zurück gekehrt ins Hildesheimer Spiel, in dem einige Bälle den Adressaten nicht erreichten. Insgesamt blieb es eine recht zerfahrene Partie, in der Eintracht die Führung behauptete, ohne sich entscheidend absetzen zu können. In der 27. Minute wurde Eintrachts Neuzugang Ole Zakrzewski mit Applaus auf dem Parkett begrüßt. Eine Minute später traf er mit seinem Premierentreffer zum 14:10. Wenig später vergab er dann aber völlig freistehend in doppelter Überzahl, als er weit über das Tor warf. So ging es nach einer niveauarmen ersten Hälfte mit unveränderter Führung in die Halbzeit. Auch zu Beginn der zweiten Hälfte vergab Rene Gruszka einen Siebenmeter, auf Flensborger Seite fungierte Sjören Tölle weiter als Alleinunterhalter, zeitweise unterstützt von Linkshänder Marc Blockus. Das Niveau blieb erstaunlich niedrig, beide Mannschaften leisteten sich eine Vielzahl an Fehlern. Wenigstens Keeper Paul Twarz zeigte Normalform auf Hildesheimer Seite, auch Kapitän Lothar von Hermanni und Nikolaos Tzoufras zählten zu den Aktivposten, während insbesondere Rene Gruszka und Maurice Lungela einen schwarzen Tag erwischt hatten. Dass der achte Hildesheimer Heimsieg trotzdem nie in Gefahr geriet, lag hauptsächlich an der doch sehr limitierten spielerischen Klasse des Gegners. Eintracht setzte sich gegen deutlich nachlassende Flensborger zur Mitte der zweiten Hälfte weiter ab, führte eine Viertelstunde vor Schluss immerhin 21:14. Auch die Schlussviertelstunde bot nur schmale Handballkost, auch wenn die Hildesheimer die Begegnung im Griff hatten. Die Gäste wurden gegen nun nachlassende Gastgeber zwar noch einmal stärker, ließen sich im Rahmen ihrer begrenzten Möglichkeiten nicht hängen. Am Ende fiel der Sieg denn auch wesentlich knapper aus als es im Vorfeld zu erwarten gewesen war. „Hauptsache gewonnen" wird sich mancher Zu-schauer gedacht haben. Zu Beginn der Rückrunde spielen die Einträchtler am Freitag bei der Bundesligareserve der Recken aus Hannover-Burgdorf. Es folg also gleich wieder ein Derby, das die Hildesheimer vor eine schwere Aufgabe stellen wird.

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