Spannung

Eintracht Hildesheim besiegt Magdeburg II nach mäßigem Spiel 33:32

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Gerald Oberbeck in seinem Element. Der Eintracht-Trainer muss sich beim Heimspiel gegen Magdeburg II mehr aufregen, als erwartet.

HILDESHEIM - Eintracht Hildesheim hat trotz einer mäßigen Vorstellung auch das siebte Heimspiel der Saison gewonnen. Am Sonntagnachmittag besiegten die Hildesheimer die zweite Mannschaft des SC Magdeburg knapp mit 33:32.

Vor 1189 Zuschauern in der Volksbank Arena hatten die Gastgeber beim Seitenwechsel nach einer spielerisch schwachen ersten Hälfte knapp mit 17:16 geführt. Nach diesem Erfolg bleiben die Einträchtler im Kampf um die Tabellenspitze der Nordstaffel der dritten Handball Bundesliga auf Augenhöhe mit dem HC Empor Rostock, der in Burgdorf doppelt punkten konnte. Eintracht bot am Sonntag alle Spieler auf, die zuletzt einen wichtigen Zähler in Oranienburg erkämpft hatten, wieder zurückgekehrt war zusätzlich Linksaußen Bela Pieles. Trainer Gerald Oberbeck vertraute zunächst der Rückraumreihe mit Lukas Schieb zwischen Julius Heil und Maurice Lungela, zwischen den Pfosten stand Jakub Lefan, als die Partie angepfiffen wurde. Die jugendlich wirkenden Magdeburger erwischten den besseren Start gegen nervös beginnende Hildesheimer. Nach einer Reihe von Fehlern seiner Spieler griff Oberbeck bereits in der 4. Minute zur grünen Karte, ermahnte die Mannschaft beim 2:4-Rückstand zu mehr Konzentration. In der Eintracht-Abwehr stimmte die Abstimmung in der Anfangsphase überhaupt nicht, so behauptete der Außenseiter zunächst seine Führung. Eintracht hatte Glück in dieser Phase, dass die Magdeburger zwei Siebenmeter ausließen. Nach der ersten Viertelstunde hieß es immerhin 8:8, dann aber warfen sich die Youngster aus Magdeburg erneut nach vorne. Eintracht wirkte unsicher im Angriff, agierte zu wenig Entschlossenheit. In der 20. Minute versuchten die Einträchtler erneut, sich in einer Auszeit neu zu ordnen. Magdeburg führte zu diesem Zeitpunkt 12:10. Zwei Minuten später sorgte Lukas Schieb mit einem Wurf über das gesamte Feld für das 13:13, als auch der nächste Angriff der Gäste abgefangen wurde, machte es ihm Maurice Lungela gleich. Das 14:13 war die erste Führung der favorisierten Gastgeber, die jetzt besser in die Partie fanden, gleichzeitig aber von den Maßnahmen des Magdeburger Trainers profitierten. Der hatte in Unterzahl seinen Torwart rausgekommen und der Eintracht damit leichte Treffer ermöglicht. Beim Seitenwechsel führte Eintracht nach einer äußerst mäßigen Vorstellung knapp 17:16. Trainer Oberbeck hatte erheblichen Redebedarf mit seinen Spielern. Den besseren Start in Hälfte zwei hatten allerdings erneut die Gäste, die ihren Rückstand schnell in eine eigene 18:17-Führung ummünzten. In der 34. Minute sah Gästekeeper Phil Döhler die rote Karte, nachdem er Eintrachts Kreisläufer Nikolaos Tzoufras bei einer Abwehraktion mit dem Fuß im Gesicht getroffen hatte. Tzoufras hatte da den Anschluss zum 19:20 erzielt. Lothar von Hermanni sorgte für den Ausgleich zum 22:22 und für neue Hoffnung auf den Rängen. Die nächste Führung der Hausherren ließ noch bis zur 42. Minute auf sich warten, dann traf Kapitän von Hermanni zum 24:23. Als die Schlussviertelstunde begann, führten die Hildesheimer 26:23. Jakub Lefan, bis dahin eher unauffällig im Tor, hatte in dieser Phase einige Bälle abgewehrt, vorne zeigte sich von Hermanni treffsicher. Die Gegenwehr der mit dezimierter Mannschaft angereisten Magdeburger erlahmte jetzt etwas. Das Niveau allerdings blieb schwach, beide Mannschaften leisteten sich eine Vielzahl von Fehlern. Die Gäste fingen sich wieder und kamen bis auf 25:27 heran. Den Magdeburger Anschlusstreffer verhinderte in der 51. Minute noch die Torlatte, eine Minute später aber hieß es nur noch 27:26. In der spannenden Schlussphase wurde bei weiter hoher Fehlerquote verbissen um den Sieg gekämpft, am Ende setzten sich die Gastgeber mit durch, Magdeburg hatte es in den letzten Minuten noch mit offener Manndeckung versucht. Ohne Erfolg, Rene Gruszka hatte mit seinen Toren für die Entscheidung gesorgt. Am Sonnabend, 1. Dezember, geht es für die Hildesheimer Eintracht zur Reserve der Berliner Füchse. Dort muss gewonnen werden, wenn die Verfolger mit dem TSV Altenholz an der Spitze auf Distanz gehalten werden sollen.  

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