Volleyball-Zweitligist TSV Giesen/48 Hildesheim geht neue Wege: Konzept „Agenda 2020“ hat Aufstieg im Blick

„Grizzlys“ sollen zur Marke werden

Präsentation des neuen Zweitliga-Teams: Ausgestattet mit den „Grizzly“-Schals, freuen sich Spieler, Funktionäre und Sponsoren auf die neue Saison in der 2. Bundesliga. Langfristig wird die erste Liga angepeilt. Fotos: Kuhlemann

HILDESHEIM Die Überraschung ist gelungen: Während der Präsentation der Volleyball-Zweitligamannschaft des TSV Giesen/48 Hildesheim am Donnerstagabend tauchte plötzlich ein „Grizzly“ auf, den das Management-Team des Vereins den Spielern und Sponsoren im „Jim und Jimmys“ als neues Maskottchen präsentierte. „Bärenstark“ war das in den Vereinsfarben gekleidete Plüschtier, das bei den Spielen nicht nur die Sportler, sondern auch die Zuschauer anfeuern und unterhalten soll.

Doch wie sich herausstellte, ist der „Grizzly“ nicht nur das Maskottchen der Volleyballer, sondern auch der neue Teamname, der eine wesentliche Rolle im neuen Konzept der Verantwortlichen um NKM-Sport-Event-Geschäftsführer Roland Kamper und Teammanager Sascha Kucera spielt. Die Moderation des Abends übernahm der erfahrene Zweitliga-Hallensprecher Roland Witt, der nicht nur die Mannschaft mit mehreren Neuzugängen vorstellte, sondern Kucera für seine Vielzahl von neuen Ideen lobte. So soll es in der neuen Volleyball-Saison, die am Sonnabend, 26. September, um 20 Uhr mit dem Heimspiel gegen Bocholt beginnt, eine neue VIP-Lounge in der Giesener Halle geben. Das ist jedoch nur der Anfang von der Entwicklung beim TSV Giesen/48 Hildesheim, wie Roland Kamper betonte. „Unser Masterplan sagt, dass wir uns eventisieren müssen. Der Sport allein reicht nicht mehr, wir müssen mehr bieten. Unser Ziel ist es, langfristig vor mehr als 1 000 Zuschauern zu spielen, dann ist es egal, ob das in Halle 39 oder in der Sparkassenarena in Hildesheim geschieht“, so der Geschäftsführer.

Sascha Kucera wurde konkreter: „Man muss sich Ziele stecken. Unser Konzept Agenda 2020 bedeutet, dass wir spätestens zu dem Zeitpunkt in der 1. Bundesliga spielen wollen. Viel früher wäre eher unrealistisch“, so der Teammanager, der in Zukunft auf einen hauptamtlichen Manager im Verein bauen will, einen hauptamtlichen Trainer gebe es mit Vojkan Lazic bereits.

Dann kam Moderator Witt, der ebenfalls dem Teammanagement angehört, auf den neuen Namen zu sprechen. Zeitgleich wurden in der Besucherrunde Schreibblöcke, Sticker und Schals mit dem neuen Logo verteilt. Die „TSV Giesen Grizzlys“ sollen zu einer Marke werden. Die Fans sollten sich im Optimalfall durch den Bären und den weißen Kaliberg, der ebenfalls im Logo angerissen ist, mit dem Verein identifizieren. „Dadurch ist der Verein TSV Giesen/48 Hildesheim aber nicht aus der Welt, wir wollen nur anders wahrgenommen werden“, betonte Roland Kamper. „Toll wäre, wenn künftig alle Fans mit Schal, Mütze oder Trikot in die Halle kommen“, wünscht sich Sascha Kucera, dass der Grizzly als neue Identifikationsfigur im Verein schnell angenommen wird. Unter den vielen Sponsoren begrüßte Roland Witt unter anderem Avacon-Regionalreferent Harald Schliestedt und den Leiter des Wisentgeheges Springe, Thomas Henning, der als ehemaliger Spieler und Trainer des TSV Giesen/48 Hildesheim eine besondere Beziehung zum Verein hat. „Ich finde toll, was Ihr hier abzieht. Das ist der nächste wichtige Schritt“, sprach Henning im Namen aller Anwesenden ein dickes Lob an die Verantwortlichen im „funktionierenden Verein“ aus, der gut daran tue, weiter auf die Jugend zu setzen.

Die Vorstellung der aktuellen Volleyballmannschaft der „Grizzlys“, die sich durch mehrere Neuzugänge verändert hat, nahm Roland Witt in Form einiger Interviews vor. Dabei wurde deutlich, dass sich die Befragten, egal ob erfahrene Spieler wie Roman Kammer und Hauke Wagner oder die Youngster Henrik Behmenburg, Vincent Witt und Tobias Bödeker, im Verein wohlfühlen und bereit sind, die angestrebten Ziele zu erreichen.

Kader 2015/16

Zur Giesener Volleyball-Mannschaft um Trainer Vojkan Lazic gehören: Vincent Witt (Jahrgang 1997), Henrik Behmenburg (1997), Marius Appel (1992), Moritz Appel (1994), Hauke Wagner (1987), Tobias Bödeker (1994), Christoph Aschemann (1996), Roman Kammer (1980), Yannik Jokmin (1991), Aleksandar Petkov (1980), Matthew Busse (1990). Das Management-Team bilden Sascha Kucera, Vorsitzender Dr. Stefan Rössig, Roland Kamper, Roland Witt, Claudia Becker, Nils Herrschaft, Claas Blume und Philipp Tramm. rk

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