Zweitliga-Volleyballer des TSV Giesen/MTV Hildesheim unterliegen VCO Berlin mit 1:3

Grizzlys zu Hause noch zu zahm

Wieder eine Heimniederlage: Die Volleyballer des TSV Giesen Grizzlys (weiße Trikots) unterliegen den starken Berlinern in eigener Halle mit 1:3. Fotos: Kreikenbom

GIESEN Bisher sind die TSV Giesen Grizzlys in der laufenden Spielzeit bei Auswärtsspielen top. Zwei Spiele, zwei Siege, sechs Punkte. Besser geht es nicht. In der eigenen Halle sieht es allerdings nicht so berauschend aus. Am Wochenende ging auch das zweite Heimspiel der Saison 2015/16 in der 2. Volleyball Bundesliga verloren. Die Grizzlys unterlagen dem Nachwuchsteam des VCO Berlin mit 1:3 (18:25; 25:21; 19:25; 21:25).

„Wir haben kein gutes Spiel abgeliefert. Gegen die groß gewachsenen Jungs vom VCO reicht es nicht, wenn nur ein Spieler für Punkte sorgt. Man muss aber auch dazu sagen, dass Berlin richtig gut gespielt hat. Mit ihren brandgefährlichen Aufschlägen haben sie uns den Spielaufbau sehr schwer gemacht“, erklärte der sportliche Leiter der Grizzlys, Sascha Kucera, nach dem Spiel.

Bereits im ersten Satz spielten die Berliner, die durch ihren Stützpunktstatus von der Abstiegsregelung ausgenommen sind, vollkommen befreit auf. Schnell rannten die Grizzlys einem 4:11-Rückstand hinterher. Grizzly-Coach Vojkan Lazic reagierte und nahm eine Auszeit, um sein Team wach zu rütteln. Doch die Gäste aus der Hauptstadt ließen sich davon nicht beirren und setzten den Grizzlys immer wieder durch druckvolle Aufschläge und platzierte Angriffe zu. Auch der Wechsel auf der Mittelposition – Christoph Aschemann kam für Henrik Behmenburg – brachte nicht die erhoffte Wendung im Grizzly-Spiel. Durchgang eins ging vollkommen verdient mit 18:25 an die Gäste.

Lazic reagierte auf die Leistung seiner Grizzlys und stellte um. Marius Appel wurde zum Libero umfunktioniert und Matthew Busse wechselte aus der Mitte zum Außenangriff. Diese Umstellung zeigte Wirkung. Plötzlich lagen die Grizzlys mit 17:11 vorn. Zuspieler Vincent Witt konnte seine Angreifer immer wieder gut in Szene setzen, die dann für die nötigen Punkte sorgten. Zwar konnte sich das Team des VCO nochmal wieder herankämpfen, doch schließlich konnten die Grizzlys den ersten Satzgewinn verbuchen und ausgleichen.

Nach dem altbekannten Motto „Never change a winning team“ ließ Lazic dann auch den Rest des Spiels mit der Aufstellung aus Satz zwei durchspielen. Die kommenden Sätze verliefen nun etwas ausgeglichener. Zum Ende des dritten Durchgangs ließ die Konzentration bei den Grizzlys jedoch zunehmend nach und die Hauptstädter nutzten die Gelegenheit und zogen zum 25:19 davon.

Im vierten Satz nahm VCO-Trainer Johan Verstappen beim Stand von 21:22 aus Giesener Sicht eine Auszeit, um den drohenden Ausgleich abzuwenden. Immerhin konnten die Grizzlys drei Punkte am Stück machen und starteten nochmal eine Schlussoffensive. Doch Verstappen schien seinen Zöglingen genau das Richtige mit auf den Weg gegeben zu haben. Den Gastgebern gelang es nicht mehr, den Ball im VCO-Feld unterzubringen und verloren den Satz und damit das Spiel mit 21:25. Die Wahl zum MVP (most valueable player) auf Seiten der Grizzlys fiel dieses Mal auf Zuspieler Vincent Witt. Bei den Gästen aus Berlin nahm Johannes Mönnich die Medaille als wertvollster Spieler seines Teams entgegen.

Das nächste Spiel bestreiten die Giesener wieder auswärts. Am kommenden Wochenende geht es nach Delbrück. Dort wollen sie natürlich an ihre bisherigen Auswärtsleistungen anknüpfen und den derzeitigen vierten Tabellenplatz der 2. Liga festigen.

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