Drittligist Hildesheim will Punktekonto ausgleichen

Gegen Flensburg II zählt nur ein Sieg

Hoffnungsträger für die Hildesheimer: Eintracht-Mannschaftsführer Robin John ist nach langer Pause zurück im Team des Drittligisten, doch man darf nicht zu viel erwarten. Foto: Kreikenbom

hildesheim Mit dürftigen 6:8 Punkten auf dem Konto geht Eintracht Hildesheim in den achten Spieltag der dritten Handball-Bundesliga. Im Heimspiel gegen die punktgleiche Bundesligareserve der SG Flensburg/Handewitt, das am Sonntag um 17 Uhr in der Sparkassenarena angepfiffen wird, wollen die Hildesheimer ihr Punktekonto ausgleichen und sich damit endlich auf den Weg in höhere Tabellenregionen machen.

Nur die Meister der einzelnen Staffeln der dritten Liga steigen am Ende der Saison in die zweite Bundesliga auf. Die Eintracht wurde im Vorfeld von vielen Experten als Titelanwärter gehandelt, doch die bisherige Bilanz ist ernüchternd, die in den letzten Jahren bereits aufgetretene Auswärtsschwäche ist nach wie vor nicht abgelegt und selbst die ehemalige Heimstärke ist der Unsicherheit gewichen. Dabei legen die Spieler von Trainer Gerald Oberbeck fast immer die gleichen Verhaltensmuster an den Tag, so auch am letzten Freitag in Potsdam. „Bis zum 5:0 hat alles gestimmt. Wir haben ruhig gespielt und unsere Chancen genutzt. Dann aber haben wir unsere Linie komplett verloren, uns in Einzelaktionen verstrickt und viele Fehler gemacht. Das nutzt ein Gegner zu Steilangriffen und bestraft das“, beschrieb Oberbeck das Auftreten seiner Mannschaft in einer Kurzanalyse.

Einige Akteure der Einträchtler bleiben weit hinter den Erwartungen zurück, wenn dies ausgerechnet diejenigen sind, die als Profis auf der Gehaltsliste ganz oben stehen, kann das dem Mannschaftsgefüge nicht gut tun. Insbesondere der in der Vorbereitung so stark aufspielende Ivan Kucharik bleibt ohne Wirkung, wirkt eher wie ein Fremdkörper.

Unbeständig

Schwankend sind auch die Leistungen von Andreas Simon, der in Potsdam allerdings angeschlagen in die Partie gegangen war. Nun ist mit Robin John zwar der Kapitän zurück auf der Platte, doch zu viel sollte von dem engagierten 24-jährigen nicht erwartet werden, schließlich blickt er auf ein Jahr ohne Wettkampfbelastung zurück. Die Mannschaft muss sich endlich finden, sonst kann das Saisonziel bald abgeschrieben werden. Fehlen wird am Sonntag weiterhin Maurice Lungela, der an einem Bänderriss laboriert.

Es gab Zeiten, da spielten die Einträchtler in der Bundesliga gegen das Star-Ensemble der SG, nun müssen die Fans mit dem Duell gegen die Reserve des Erfolgsclubs Vorlieb nehmen. In Hildesheim erwartet jeder einen klaren Sieg gegen die Reservisten, doch Vorsicht ist geboten, denn die jungen Flensburger verstehen ihr Handwerk und außerdem weiß niemand so genau, in welcher Besetzung die Mannschaft anreist. Am vergangenen Wochenende sorgte die Truppe von Trainer Till Wichers für eine Überraschung, als sie den Tabellenführer Burgdorf II mit einer deutlichen Niederlage auf die Heimreise schickte. Für Eintracht kann es am Sonntag nur heißen, kämpfen, kämpfen, kämpfen, denn alles andere als ein Sieg würde die Stimmung bei allen auf den Tiefpunkt sinken lassen. mab

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