Eintracht Hildesheim

Glücklicher Sieg beim letzten Heimspiel von Trainer Gerald Oberbeck

+
Stehende Ovationen für Trainer-Manager Gerald Oberbeck, dessen jahrzehntelanges Engagement für Eintracht Hildesheim vom Publikum und von den Aktiven gewürdigt wird.

Hildesheim – Im letzten Heimspiel der Punktspielserie der Nordstaffel der 3. Bundesliga hat Eintracht Hildesheim die  Füchse Berlin II mit 30:29 besiegt. Die Hildesheimer taten sich gegen die abstiegsbedrohten Berliner überraschend schwer und hatten viel Mühe, die zwei Pluspunkte zu erobern.

Mit einem knappen Sieg in Braunschweig hatte der HC Empor Rostock im Titelrennen am Sonnabend vorgelegt und kann nun mit einem Heimsieg am kommenden Wochenende die Meisterschaft endgültig einfahren. Zum letzten Heimspiel der Saison konnte Trainer Gerald Oberbeck, der in der Volksbank Arena zum letzten Mal bei einem Punktspiel auf der Trainerbank Platz nahm, dreizehn Feldspieler aufbieten. „Danke Gerald“ stand auf der Fahne der Kinder, die mit der Eintrach-Fahne vor jedem Spiel das Spielfeld umlaufen. Abschiedsszenarien wollte der langjährige Trainer nicht haben. Zusätzlich zur Mannschaft der letzten Wochen hatte er den A-Jugendlichen David Lefan in den Kader genommen. Per Tempogegenstoß traf Lothar von Hermanni zum 1:0, die Füchse glichen zwei Angriffe später aus. Nach torreichen ersten zehn Minuten führten die Hausherren gegen engagierte Berliner knapp mit 5:4. Eintracht bemühte sich immer wieder um schnelles Umschaltspiel und hatte damit in dieser Phase Erfolg. Die Jungfüchse, die mitten im Abstiegskampf um jeden Punkt verlegen sind, hielten kräftig dagegen und schafften beim 6:7 in der 16. Minute erneut den Anschluss. Eintracht hatte bei längeren Angriffen Probleme gegen die bewegliche Füchse-Abwehr, gefährlich spielten die Hildesheimer dagegen mit der ersten und zweiten Welle. Den Gästen war deutlich anzumerken, dass es für sie um viel ging, während bei den Einträchtlern die Luft nach der Braunschweiger Niederlage gegen Rostock ein wenig raus zu sein schien. In der 24. Minute glichen die Berliner zum 11:11 aus, was Gerald Oberbeck zu einer Auszeit veranlasste. Aber auch danach blieb es spannend, denn Eintracht verlor zusehends die Linie. Rene Gruszka scheiterte mit einem Siebenmeter und versiebte auch den Nachwurf kläglich. Kurz zuvor hatte Oberbeck Jakub Lefan für den schwachen Paul Twarz zwischen die Pfosten beordert. Nach aus Hildesheimer Sicht schwachen 30 Minuten gingen beide Mannschaften mit einem 14:14 in die Kabinen. Die zweite Hälfte begann mit einer Glanzparade von Jakub Lefan und dem 15:14 Führungstreffer durch Eintrachts stärksten Angreifer Lukas Schieb. Aber auch eine 18:15 Führung brachte keine Sicherheit ins Hildesheimer Spiel, in dem es immer wieder hakte. Die Hausherren nutzten ihre Überzahlsituationen nicht, fingen sich in der 41. Minute in Überzahl sogar den Ausgleich zum 20:20. Fynn Wiebe und Lukas Schieb sorgten anschließend allerdings schnell wieder für die Führung ihrer Mannschaft. Die Unsicherheit aber blieb, Fehlwürfe von Dolezel und Wiebe brachten die Berliner wieder zurück. Maximilian Mißling, der im nächsten Jahr das Eintracht-Trikot tragen wird, sorgte mit zwei Treffern erneut für den Ausgleich. Eine vermeintliche Schlüsselszene dann in der 50. Minute: Jakub Lefan wehrte gegen den starken Berliner Kreisläufer Tim Düren ab, der Ball kam direkt zu Lothar von Hermanni, der bereits gestartet war und zum 25:23 vollendete. Erneut aber kamen die Füchse nach Hildesheimer Fehlern zurück, glichen aus und holten sich sechs Minuten vor Schluss ihre erste Führung. Die turbulenten Schlussminuten begannen mit einer roten Karte gegen Berlins Tim Düren nach Foul an Lukas Schieb und dem Ausgleich zu 27:27. Zum Spieler des Abends avancierte jetzt Eintracht-Keeper Jakub Lefan, der zunächst einen Berliner Siebenmeter parierte und einen Angriff später eine weitere Großchance der Füchse zunichte machte. Mit einem tollen Tor zum 30:28 machte Matteo Ehlers den Sack endgültig zu, der letzten Berliner Treffer ging im Jubel der Kulisse unter. Ihr letztes Punktspiel der Saison bestreiter Hildesheim am Sonnabend beim Dänischen Handball-Klub Flensborg.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare