BSV Rehden ist beim Lotto-Cup nicht zu bezwingen / Über 700 Zuschauer

Erfolg bei der Premiere

Deinsens Björn Fengler (l.) gelingt gegen Bückeburg der 1:1-Ausgleich, zum Weiterkommen reicht es aber nicht.

„Wir haben auch in diesem Jahr attraktiven Hallen-Fußball mit einem verdienten Sieger gesehen.“ So lautete das Fazit von Uwe Möhle vom Organisationsteam des TSV Warzen nach knapp sechs Stunden hochkarätigem „Budenzauber“ in der Alfelder BBS-Halle. Doch nicht nur die sportliche Bilanz fiel positiv aus: Die Zuschauerresonanz bei der 16. Auflage des Lotto-Cups war am Freitag sehr gut.

Am Dienstag hatte der TSV zu einer öffentlichen Gesprächsrunde mit Trainern und Ausrichtern eingeladen. „Das hat sich sehr positiv bemerkbar gemacht. Die Nachfrage nach den Tickets hat in den letzten beiden Tagen noch einmal deutlich angezogen“, zeigte sich Uwe Möhle zufrieden. Und so strömten bereits vor dem Auftakt um 17.30 Uhr zahlreiche Zuschauer in die BBS-Halle. Am Verlauf des langen Fußball-Abends konnte der TSV Warzen über 700 Fans begrüßen und damit praktisch ein ausverkauftes Haus vermelden. „Wir haben noch mehr Zuschauer als im vergangenen Jahr. Darüber freuen wir uns natürlich sehr“, sagte TSV-Vorsitzender Detlef Schwarz.

Viele Alfelder Fans hatten mit Sicherheit gehofft, dass ihre SVA den Vorjahreserfolg wiederholen oder zumindest eine gute Rolle spielen kann. Mit dem Regionalligisten BSV SW Rheden und Landesligisten FC Northeim, der 2012 das Finale erreicht hatte, stand das Team von Trainer Holger Wesche aber vor zwei hohen Hürden. Zumal der Landesliga-Aufsteiger auch nicht in Bestbesetzung auflaufen konnte. Als der Auftakt mit 1:2 gegen Northeim daneben ging, lautete das Motto für das zweite Spiel „Siegen oder fliegen“. Aber der Regionalligist aus Rehden war eine Nummer zu groß. Mit dem klaren 0:3 war für den Vorjahressieger schon nach der Vorrunde Schluss. „Gegen Rehden waren wir chancenlos. Wir haben das Weiterkommen in der ersten Partie verspielt. Es ist nicht optimal gelaufen, aber das ist kein Beinbruch“, nahm der Trainer die Niederlagen sportlich.

Als großer Außenseiter war der TSV Deinsen gestartet, aber der Kreisliga-Spitzenreiter spielte trotz der beiden Gegner aus der Oberliga unbekümmert auf. Und gegen den FC Egestorf bestand der Klassenunterschied nur auf dem Papier. Jan Hebisch brachte sein Team in Führung und es bahnte sich eine Überraschung ab. Aber der Gegner zeigte Nervenstärke und traf in der Schlussphase zweimal zum 2:1-Erfolg. „Wir haben uns zwei individuelle Fehler erlaubt und wurden gnadenlos bestraft“, so Trainer Martin Kahl. Gegen Bückeburg musste also ein Sieg her und die Chancen standen nicht schlecht. Wieder war der TSV auf Augenhöhe, lag aber aufgrund eines Eigentores zurück. Der Ausgleich durch Björn Fengler reichte nicht mehr. „Wir haben uns hier mit einem jungen Team sehr gut präsentiert und diszipliniert gespielt. Die Fehler waren ärgerlich, aber wenn wir daraus lernen, hat es ja auch etwas gebracht“, so das Fazit des Trainers.

So schaffte es Oberligist VfV 06 Hildesheim als einziges regionales Team in das Viertelfinale, wo nach dem Neunmeterschießen gegen Bückeburg (2:3) aber ebenfalls Feierabend war. Der BSV SV Rheden präsentierte sich an diesem Abend als spielstärkstes Team und sicherte sich völlig verdient nach einem 6:0 (3:0)-Finalsieg gegen Ramlingen den großen Pokal. Im Viertelfinale hatte der Cup-Neuling den Staffelkonkurrenten und Mitfavoriten TSV Havelse auf die Heimreise geschickt. Die Rehdener mussten in fünf Spielen nur einen Gegentreffer hinnehmen und hatten mit Alexander Neumann den erfolgreichsten Torschützen (5) in ihren Reihen. Zur Belohnung überreichte Roberto Chiappetta von Lotto-Niedersachsen den „Pott“.

„Es ist alles problemlos und ruhig gelaufen. Die lange Vorbereitung hat sich wieder ausgezahlt“, war Detlef Schwarz zufrieden und sprach den 80 freiwilligen Helfern ein großes Lob aus.

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