Hildesheim erkämpft 22:22-Remis bei Spitzenreiter Dessau-Roßlauer HV

Eintrachts Ausrufezeichen in Richtung Konkurrenz

Gerald Oberbeck ist mit dem Auftritt seiner Truppe beim Dessau-Roßlauer HV zufrieden.

HILDESHEIM Eine Punkteteilung im Spiel beim Tabellenführer: Eintracht Hildesheim ist erfolgreich in die Rückrunde der dritten Handball-Bundesliga gestartet. In der Anhalt-Arena in Dessau sahen die 1172 Zuschauer eine rassige, teilweise überharte und immer spannende Begegnung zwischen Spitzenreiter Dessau-Roßlauer HV und den Gästen. Die nie aufgebenden und stark kämpfenden Hildesheimer glichen mit den beiden letzten Toren zum 22:22 aus und nahmen zum Ende des Handballjahres einen nicht unbedingt erwarteten Punkt mit nach Hause.

Höher hätte die Hürde zum Rückrundenstart kaum sein können, trotzdem waren die Einträchtler ganz zuversichtlich in Richtung Dessau gestartet, wollten vor der Weihnachtspause noch ein Achtungszeichen in Richtung Konkurrenz und eigener Fanschar setzen. Die als Außenseiter angereisten Gäste erwischten einen starken Start, erst traf Ivan Kucharik zum 1:0, dann parierte Keeper Max Kroll einen Strafwurf der Gastgeber. Beide Teams lieferten sich vom Anpfiff an eine intensive Auseinandersetzung, in der die Abwehrreihen dominierten. Nach zwölf Minuten hieß es dementsprechend auch 3:3, die Zuschauer sahen vergleichsweise wenig Tore. Es waren aber jeweils die Hildesheimer, die die knappe Führung vorlegten. Eintracht ging couragiert zu Werke, holte sich beim 7:6 durch Maurice Lungela in der 18. Minute die Führung zurück. In der 21. Minute holte Trainer Gerald Oberbeck seine Einträchtler in der ersten Auszeit zusammen, gab Anweisungen für die verbleibenden Minuten bis zur Pause. 8:6 führte seine Mannschaft da und hatte sich etwas überraschend ein kleines Übergewicht erkämpft. In Überzahl erhöhte Lothar von Hermanni im folgenden Angriff zum 9:6. Dessau nutzte danach eine Überzahlsituation und egalisierte den Hildesheimer Vorsprung innerhalb weniger Minuten. Beim Halbzeitpfiff führte der Favorit schließlich mit 11:10, obwohl Eintracht über weite Strecken die Nase vorn gehabt hatte.

Im zweiten Durchgang waren es dann durchweg die Gastgeber, die die Führung für sich verbuchen konnten. Allerdings ließe sich die weiter motivierte und einsatzbereite Eintracht-Truppe zu keinem Zeitpunkt abschütteln. Nach 38 Minuten drohte zwischenzeitlich dann doch Gefahr, als sich Dessau auf 16:13 abgesetzt hatte. Trainer Gerald Oberbeck reagierte und brachte seine Männer in einer Auszeit wieder in die Spur. In der auch weiterhin sehr intensiv und hart geführten Begegnung kämpften sich Andreas Simon und Co. wieder heran. Der zuletzt oft gescholtene Rückraum mit Claus Karpstein, Ivan Kucharik und Simon sorgte für die nötigen Treffer. Insgesamt 19 der 22 Treffer gingen auf das Konto des Trios. Eintracht musste eine Reihe von Zeitstrafen verkraften, hielt der Unterzahlbelastung aber stand. In der ausgesprochen spannenden Schlussphase führte der Tabellenführer drei Minuten vor Schluss mit 22:22, ehe die Hildesheimer mit einem Kraftakt und durch Tore von Karpstein und Kucharik den verdienten 22:22-Endstand schafften. mab

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