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HC Eintracht will Minimal-Chance bewahren

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Handballer in Aktion
Die Abwehrreihe muss gegen Altenholz stabiler werden:  Bei der klaren Heimniederlage gegen den VfL Potsdam müssen die Hildesheimer 35 Gegentreffer hinnehmen. © Bodensieck

Hildesheim - Wenn sich der HC Eintracht Hildesheim seine Minimalchance auf den Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga bewahren will, muss am Samstag beim TSV Altenholz unbedingt gewonnen werden. Um 18 Uhr treffen die Hildesheimer in der Kieler Edgar-Meschkat-Halle auf einen Gastgeber, der wie die Einträchtler auch bisher zwei Niederlagen kassiert hat. Im zweiten Spiel des Wochenendes erwartet der VfL Potsdam am Sonntag den bisher ebenfalls verlustpunktfreien Wilhelmshavener HV zum Topspiel der Gruppe A. 

Drei Mannschaften der Gruppe 1 stehen mit 4:0 Punkten und mit den besten Aussichten auf den angestrebten Aufstieg da, die drei anderen haben bei 0:4 Punkten nur noch theoretische Chancen, nächstes Jahr in Liga zwei zu spielen. Mit dem TSV Altenholz und dem HC Eintracht treffen zwei dieser Teams am Sonnabend aufeinander, der Verlierer verabschiedet sich endgültig aus dem Aufstiegsrennen. Überraschend hat auch der TuS Vinnhorst, immerhin Staffelmeister der Gruppe C der Vorrunde, bisher zwei Niederlagen einstecken müssen. Offensichtlich war die Vorrundengruppe C, in der der HC und die Vinnhorster um Punkte gekämpft haben, vom spielerischen Niveau etwas schwächer als die Gruppen, in denen Potsdam oder Wilhelmshaven die Aufstiegsrunde erreicht hatten. Das Blatt kann sich aber noch wenden. Für die Hildesheimer allerdings nur, wenn am Sonnabend in Altenholz ein klarer Sieg gelingt. Interimscoach Chris Meiser hat mit der Mannschaft auch über Ostern gearbeitet, doch schon am Dienstag folgte der nächste Rückschlag: Torwart Konstantin Madert wurde positiv auf Corona getestet und wird morgen aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mitmischen können. Der Keeper wurde sofort von der Mannschaft isoliert, bis gestern war kein weiterer Mannschaftskamerad infiziert. So lastet viel Verantwortung auf Leon Krka, der in Altenholz eine starke Leistung zeigen muss, um seinen Teil zu einem möglichen Punktgewinn beizutragen. Spielerisch wusste Eintracht bisher nicht zu überzeugen, bei der Heimniederlage gegen Potsdam stimmte aber wenigstens der Einsatz. Diese Bereitschaft ist erste Voraussetzung für einen doppelten Punktgewinn, dazu muss die Defensive kompakter arbeiten als in den letzten Wochen.
 Bis auf den langzeitverletzten Lukas Schieb hat Trainer Meiser voraussichtlich alle Feldspieler zur Verfügung. Aus dem Rückraum muss viel Druck über die Halbpositionen kommen, hier sind Marko Matic, Marko Bagaric und die beiden Linkshänder Jonas Richardt und Jan Winkler besonders gefordert. Die beiden Letztgenannten waren in den beiden bisherigen Aufstiegsspielen eher Ausfälle, in Kiel-Altenholz soll sich das ändern und auch vom rechten Rückraum Gefahr ausgehen. 
In Altenholz sieht man die Aufstiegsrunde locker, im Gegensatz zur Eintracht strebt man dort den Aufstieg gar nicht konkret an. „Die Mannschaft hat sich die Teilnahme am den Aufstiegsspielen verdient, deshalb nehmen wir teil“, sagt Trainer Andre Lohrbach, der sein Team auf Rang zwei in der Abschlusstabelle der Staffel A hinter dem VfL Potsdam geführt hat. Ein wenig Understatement ist sicher auch dabei, wenn sich der TSV zum krassen Außenseiter erklärt, denn mit Malte Vogt und dem Halblinken Michael Nicolaisen sowie mit Bo Nielsen hat TSV-Coach ganz starke und mindestens zweitligataugliche Akteure im Team. Auch das Torhütergespann mit Tom Landgraf, der vor Jahren in der Eintracht-A-Jugend ausgebildet worden war, und Thore Jöhnck kann sich im Ligavergleich durchaus sehen lassen und gehört zu den Topduos der 3. Liga. Der TSV will zu Hause immer gewinnen und wird über die Außen immer wieder in die Gegenstöße gehen, wenn der HC das durch Fehler im eigenen Angriff ermöglicht. „Wir wollen zeigen, dass wir zurecht in der Aufstiegsrunde stehen und die ersten Punkte holen“ gibt sich HC-Chef Martin Murawski kämpferisch im Vorfeld der Partie.        mab

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