30:30 gegen Wittingen / „Remis war völlig unnötig“

Eintracht muss sich mit Punkt begnügen

Trainer Robin John ärgert sich über die vergebene Führung.

HILDESHEIm Es ist nichts geworden aus dem erhofften ersten Heimerfolg im neuen Jahr für Eintracht Hildesheim II in der Handball-Oberliga Niedersachsen. Beim 30:30-Unentschieden im Nachholspiel gegen den VfL Wittingen hat die Mannschaft von Trainer Robin John den möglichen Sieg in der Schlussphase der Partie noch vergeigt, denn zwei Minuten vor dem Ende führte sie noch mit 30:28 Toren.

Die Zuschauer in der Sparkassen-Arena sahen über die gesamte Distanz ein völlig ausgeglichenes Match, wobei es keiner Seite gelang, sich entscheidend abzusetzen. Mehr als ein Vorsprung von zwei Toren war hüben wie drüben nicht drin. Die Anfangsphase gehörte zunächst den Gästen aus der Heide, die mit einer 6:4-Führung gut aus den Startlöchern kamen. Nach dem Ausgleich zum 7:7 zogen die Einträchtlern bis zur 15. Minute auf 9:7 davon, waren aber im weiteren Verlauf nicht in der Lage, einen deutlichen Vorsprung herauszuwerfen. Die 11:10- und 13:12-Führungen glich Wittingen im Gegenzug immer wieder aus. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit setzten sich die Gastgeber mit zwei Toren ab und nahmen ein 16:14 mit in die Kabine.

Auch nach dem Wechsel blieb die Begegnung eng. Mit wechselnden Führungen wogte das Geschehen weiter hin und her. Beim Stand von 26:25 sahen sich die Heidjer wieder in Front. Die Hausherren schlugen aber noch einmal zurück und erkämpften sich bis zur 58. Minute ein 30:28. Danach traten sie jedoch zu früh auf die Bremse. Im Angriff wurden gute Chancen vergeben, die der Gegner im Gegenzug dann erfolgreich abschloss und sich am Ende über den gewonnen Punkt beim 30:30-Unentschieden riesig freute. Für das Eintracht-Team war es hingegen ein verlorener Zähler. „Das Remis war völlig unnötig und ärgerlich. Wir waren in der Schlussphase nicht abgezockt genug, den Vorsprung über die Zeit zu bringen“, trauerte Trainer Robin John einen möglichen Sieg nach. Für den VfL Wittingen war das Remis in Hildesheim der erste Punktgewinn auf fremden Parkett überhaupt, denn bislang traten sie bei ihren Auswärtstrips stets mit leeren Händen wieder die Heimreise an.

Während die Gäste mit nunmehr 12:16 Zählern ihren Mittelfeldplatz festigen, bleibt das Eintracht-Team (6:22) auf Rang 15 weiter abstiegsgefährdet.

Eintracht Hildesheim II: Max Kroll, Jannik Hoppe (Tor), Maurice Lungela (10), Sergej Gorpishin (1), Tim Zechel (5), Gianluca Kleinertz (4), Jannik Möller, Tim Stapenhorst (7), Malte Meyer (1), Til Winkler (2) und Vincent Wachowiak. wm

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare