MTV Elze kommt in Gronau deutlich unter die Räder

Einseitiges Derby mit vielen Fehlern

Elzes Tom Kalina wird mit vereinten Kräften von der HSG-Abwehr gestoppt. Foto: Siewert

GRONAU WSL Klasse Männer Ost, HSG 09 Gronau/Barfelde - MTV Elze 37:15 (15:6) - Die doch zahlreich erschienenen Handball-Fans, die dem ewig jungen Nachbarschaftsduells zwischen Gronau/Barfelde und Elze beiwohnten, schüttelten häufiger den Kopf, als dass sie für ansehnlichen Handball zustimmend nickten. Was beide Teams auf dem Hallenparkett ablieferten war allenfalls durchschnittlich. Ein Spiel mit derart vielen technischen Fehlern ist wohl sehr selten in der Wildfanghalle gezeigt worden.

Schnell führte der Tabellenzweite mit 3:0 und erst nach knapp zehn Minuten konnte der Gast seinen ersten Treffer markieren. Waren bis dahin schon reichlich technische Mängel auf beiden Seiten vorhanden, nahm das Fehlpassfestival erst jetzt richtig „Fahrt“ auf. Die einfachsten Dinge klappten vornehmlich auf MTV-Seite nicht und die Hausherren profitierten häufig davon, nutzten die Ballverluste zu Tempogegenstößen und zogen so bis auf 10:1 davon. Die Vorentscheidung war längst gefallen, bis zur Pause hielt dieser Vorsprung und die Teams wechselten beim Stand von 15:6 die Seiten.

Die zweiten 30 Minuten entwickelten sich vornehmlich für die Saalestädter zu einem Alptraum. Lief schon in der ersten Halbzeit recht wenig zusammen, sollte es jetzt noch arger kommen. Hätten die Weckert-Schützlinge nicht Stephan Guske in ihren Reihen, der allein 10 der 15 Elzer Tore erzielte, die Niederlage wäre noch höher ausgefallen. So aber marschierte die Handballspielgemeinschaft auf und davon und die Gäste konnten einem schon ein wenig leid tun, ob ihrer Hilflosigkeit. Über 21:11, 32:12 bis zum Endstand von 37:15 baute der Gastgeber seinen Vorsprung aus.

HSG 09-Coach Knut Mäuselein war dennoch nicht in Gänze mit seiner Sieben zufrieden. „Meine Mannschaft hat zwar durch eine Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit klar gewonnen, dennoch haben wir viel zu viele technische Mängel an den Tag gelegt, die in den nächsten Spielen unbedingt abgestellt werden müssen.“ Auch sein Gegenüber Lutz Weckert beklagte die hohe Fehlerquote: „Wir haben den Gegner durch die vielen Fehler förmlich zum Torewerfen eingeladen. Allein in die ersten Halbzeit hatten wir 16 Ballverluste, die zu Tempogegenstößen führten.“ ksi

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