Derby in der Volksbank-Arena: HC Eintracht erwartet am Sonntag MTV Braunschweig

„Das wird eine schwere Aufgabe”

Marko Martic in Aktion: Der HC Eintracht hat sich bislang vor eigenem Publikum schadlos gehalten. Und das soll sich auch im Derby gegen Braunschweig nicht ändern.
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Marko Martic in Aktion: Der HC Eintracht hat sich bislang vor eigenem Publikum schadlos gehalten. Und das soll sich auch im Derby gegen Braunschweig nicht ändern.

Hildesheim – Am Sonntagnachmittag steigt in der Hildesheimer Volksbank Arena das nächste Derby in der Staffel C der 3. Handball Bundesliga. Der HC Eintracht erwartet um 17 Uhr den MTV Braunschweig zu einem sicher emotionsgeladenen Duell. Die Hildesheimer wollen nicht nur ihre weiße Weste verteidigen, sondern einen möglichen Verfolger entscheidend auf Distanz bringen.

Im Fall eines Erfolges der Gastgeber würden die Braunschweiger mit bereits sechs Zählern Rückstand auf die Eintracht und damit auf das Erreichen der Aufstiegsrunde in die Löwenstadt zurückkehren.

Bisher läuft alles nach Plan im Projekt „2 aus 82“, die fünf Siege zum Saisonauftakt sorgen für gute Stimmung im Hildesheimer Lager. Nach dem wichtigen Sieg bei den Magdeburger Youngstern reagierte HC-Chefcoach Jürgen Bätjer allerdings gereizt auf leichte Kritik. Nationalspieler Phillip Weber, der im Livestream als Co-Kommentator agierte, kam mit seiner Bewertung beim Hildesheimer Coach nicht gut an. „Das war eine richtig knifflige und schwierige Aufgabe, die wir jedoch souverän gelöst haben. Wir haben von Anfang an geführt und sind auch nie in Rückstand geraten. Ich weiß, es hieß in dem Kommentar über den Stream, dass wir mit unserer Leistung nicht zufrieden sein können. Das sehe ich völlig anders, es ist immer leichter gegen uns zu spielen, da wir immer die Favoriten sind und jeder spielt gegen uns nochmal ein paar Prozent besser. Da muss man auch dagegenhalten, wenn man mal nur mit zwei oder drei Toren führt und das haben wir gut gemacht. Das hat uns auf jeden Fall viel Auftrieb und Selbstsicherheit gegeben. Das ist ein toller Erfolg nach einer harten Woche und ich freue mich für meine Mannschaft“, war Jürgen Bätjer nicht einverstanden mit der Aussage des Magdeburgers.

Tatsächlich hatte Eintracht cleverer agiert und in den entscheidenden Szenen das Plus an Erfahrung ausgespielt. Die Wahrheit ist aber auch, dass die Hildesheimer Phasen im Spiel hatten, in denen nicht alles rund lief und im Angriff zu viele Bälle verloren gingen. Diese Ballverluste müssen am Sonntag gegen Braunschweig minimiert werden, denn auch die Mannschaft von Volker Mudrow versteht es, schnell in den Gegenstoß zu kommen. Mit Marko Karaula und Moritz Krause hat der MTV zudem zwei wurfstarke Männer im Rückraum, auf Linksaußen zählt der Ex-Einträchtler Bela Pieles immer wieder für sichere Abschlüsse. Mit dem Mudrow-Team kommt der bisher stärkste Kontrahent in die Volksbank Arena.

Verlassen können sich die Hildesheimer bisher auf das Torhüterduo Konstantin Madert und Leon Krka. Die beiden ergänzen sich prima, waren in allen Spielen ein maßgeblicher Faktor für die doppelten Punktgewinne. „Das wird eine schwere Aufgabe, das wissen wir“, hat Trainer Bätjer auch noch das knapp gewonnene Spiel in der Aufstiegsrunde im Frühjahr im Hinterkopf. 
Erst kurzfristig wird sich entscheiden, ob Lukas Schieb und Martin Schmiedt wieder mitwirken können. Erfreulich verlaufen ist bisher das Comeback von Jakub Tonar, der zuletzt auch in Magdeburg Akzente setzen konnte.

Gespannt sein darf man in Hildesheim auf die Kulisse im Derby, bekanntlich hat der HC Eintracht den Zuschauereinlass auf die 2-G-Regel umgestellt, was eine beliebig hohe Zuschauerzahl in der Arena erlaubt und die Auflagen wegfallen lässt. „Wir freuen uns auf ein Derby mit starker Kulisse und erneut toller Stimmung auf den Rängen“ schaut HC-Chef Martin Murawski optimistisch auf die Partie am Sonntag. Eintrachts Hauptkonkurrent TuS Vinnhorst muss bereits am Sonnabend im hannoverschen Stadtderby beim HSV Hannover auf den Prüfstand, gilt aber als klarer Favorit. mab  

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