Leichtathleten messen sich in Gronau in ihren Disziplinen

„Der beste Stoß seit 20 Jahren“

Den ganzen Tag über starten nacheinander die Läufer innerhalb der Bezirksmeisterschaften. Zum 3 000 Meter-Lauf der Herren haben sich 15 Läufer eingefunden. Fotos: Hüsing

GRONAU „Vorsicht!“, schallt es über den Platz. Florian Walprecht achtet darauf, dass während des Hammerwurfs niemand über die Grünfläche läuft. Schließlich weiß man nie genau, wo das Sportgerät einschlägt. Rund 160 Leichtathleten aus Kreis und Bezirk haben sich zu den Meisterschaften angemeldet, die der TSV Gronau jedes Jahr in der Kuhmasch ausrichtet. Dabei jubelt der eine oder andere Teilnehmer auch über seine Bestwerte.

„Ich war zufrieden, soll ich etwa noch steiler werfen?“, spricht sich Axel Glauß mit seinem Teamkollegen des TuS Empelde ab. Gerade erzielte er beim Hammerwurf 35,26 Meter. Otto Weinhöfer hingegen hatte nicht so viel Glück. Obwohl er bei einigen „Trockenübungen“ zum Aufwärmen seine Wurftechnik trainierte, traf der Sportler von Hannover 96 zweimal das Innennetz der Anlage. Jürgen Rudert ist aus Wennigsen nach Gronau gekommen, um sich ebenfalls im Hammerwurf zu messen, obwohl er eigentlich Stabhochspringer ist. Es herrscht eine sportlich-faire Atmosphäre auf den Plätzen der Kuhmasch. Immer wieder spornen sich die Leichtathleten gegenseitig an, rufen sich Zeiten und Weiten zu und stehen tröstend beiseite, wenn mal etwas schiefgegangen ist. „Es läuft gut. Bis auf beim Hochsprung haben wir kaum Zeitverlust“, zeigt sich Organisatorin Christine Koop zufrieden. Zwar sind nicht alle angemeldeten Sportler auch aufgelaufen, doch aufgrund der Größe der Anlage verlaufen sich die über 100 Teilnehmer sowieso.

So heißt es an der Weitsprunganlage kurz warten, bis Roland Pliske vom TSV Gronau beim Hochsprung fertig ist. Dann tritt er gemeinsam mit zwei Sportlern der FSV Sarstedt in der Altersgruppe M 30/35 zu seinen Sprüngen an. An allen Stationen sind Helfer sowie Kampfrichter gebunden. Heinz Johannes ist noch nicht lange Mitglied des TSV, bietet jedoch schon Training an und unterstützt auch die Organisation der Kreis- und Bezirksmeisterschaften. „Man kennt sich auch vereinsübergreifend untereinander. Es ist schön zu sehen, dass auch Athleten und Eltern der Sportler aushelfen“, so der Läufer. „Während des Aufbaus geraten wir schon mal an unsere Grenzen“, spricht auch Kampfrichter Uwe Häußler von einem enormen Aufwand. Doch die Laune ist gut, nur wenige beklagen sich über die langen Wartezeiten und Pausen zwischen den Disziplinen. „Das Wetter passt, die Stimmung ist gut – eine positive Veranstaltung“, lobt Christine Koop auch die 30 Helfer, die den Tag über im Einsatz sind.

„Cool, das habe ich lange nicht geschafft“, freut sich Birgit Zastrow. Die Leichtathletin des TSV Gronau hat ihre Kugel 7,78 Meter weit gestoßen. „Der beste Stoß seit 20 Jahren“, nimmt sie die Glückwünsche der Umstehenden entgegen. kim

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