VfV 06 Hildesheim verkauft sich bei Pokal-Niederlage gegen Osnabrück teuer

„Darauf können wir aufbauen“

Hildesheims Dominic Hartmann hat mehrfach die Führung auf dem Fuß. Foto: Kreikenbom

HILDESHEIm J 0:4 ist normalerweise ein Fußball-Ergebnis, das man am liebsten schnell in der Schublade verschwinden lassen würde. Doch beim VfV 06 Hildesheim war das am Mittwochabend anders. Der Regionalliga-Aufsteiger hatte sich im Viertelfinale des NFV-Pokals gegen den Favoriten aus Osnabrück sehr teuer verkauft und nimmt das Positive für das wichtige Spiel am Sonnabend in Hannover mit. „Leider haben wir keinen Sieg davongetragen. Aber aufgrund der Leistung konnte das Team eine Menge Teamwork aufbauen. Und dies wird hilfreich sein, um bei 96 II bestehen zu können“, sagte Pressesprecher Mike Münkel nach dem Abpfiff.

Knapp 1200 Zuschauer hatten sich trotz der ungewohnten Zeit um 16 Uhr im Friedrich-Ebert-Stadion versammelt, die Gäste hatten rund 150 Anhänger mitgebracht. Immerhin lockt der diesjährige NFV-Pokal die beiden Finalisten mit der direkten Qualifikation für den DFB-Pokal. Doch dieser Traum ist für die Hildesheimer ausgeträumt, obwohl sie über 90 Minuten dem VfL mit hohem Einsatz die Stirn boten. Der Unterschied war aber, und das ist nun mal der entscheidende im Fußball, die Chancenverwertung. Und dabei waren die Gäste, vor allem in der Endphase, deutlich konsequenter. Pechvogel war Dominic Hartmann, der nicht nur in der 7. Minute einen Elfmeter verschoss, sondern auch noch einige gute Chancen nicht nutzen konnte. Die Führung hätten sich die Hildesheimer durchaus verdient, denn sie spielten mit so hohem Einsatz, dass sich die gelb-rote Karte, die Marvin Ibekwe nach wiederholtem Foulspiel bereits in der 23. Minute sah, kaum auf dem Feld auswirkte. Der Drittligist konnte eine 1:0-Führung mit in die Kabine nehmen. Halil Savran nutzte einen Abwehrfehler in der 41. Minute konsequent aus.

Im zweiten Durchgang verlief die Partie auf Augenhöhe mit Chancen auf beiden Seiten. Die Hildesheimer verpassten den durchaus möglichen Ausgleich, auf der Gegenseite verhinderte der ganz starke VfV-Schlussmann Nils Zumbeel eine mögliche Vorentscheiddung. So blieb das Spiel bis in die Schlussphase offen. Erst als den Hildesheimern so langsam aber sicher die Kräfte schwanden, schlug der Drittligist von der Bremer Brücke unbarmherzig zu. Massimo Ornatelli (81.), Waku Menga (85.) und Halil Savran (87.) sorgten mit ihren Treffern für den deutlichen 4:0-Endstand. Das Pokal-Halbfinale hatten zuvor bereits erreicht die SpVgg Drochtersen/Assel mit einem 8:0-Erfolg bei SV Teutonia Uelzen, der VfB Oldenburg, der sich mit 2:1 Toren bei Lupo Martini Wolfsburg durchsetzen konnte, und der 1. FC Germania Egestorf-Langreder, der den SV Meppen mit 4:1 bezwang.

Die Auslosung des Halbfinals des Niedersachsenpokals findet voraussichtlich am 13. November anlässlich eines Workshops in Barsinghausen statt, zu dem der NFV die vier Halbfinalisten einladen wird. ey

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare