1. leinetal24
  2. Sport
  3. Lokalsport

„Auflagen sind nicht umsetzbar”

Erstellt:

Von: Heiko Meyer

Kommentare

Unterbrechung der Tischtennis-Saison durch Corona
Die Tischtennisspieler haben sich in die Zwangspause verabschiedet. Wann es weitergeht, ist unklar. © Kais Bodensieck

Kreis – Nachdem die Handballer die Unterbrechung der laufenden Saison bekannt gegeben haben, müssen jetzt auch die Tischtennisspieler eine Zwangspause einlegen. Das Präsidium als Entscheidungsgremium des Tischtennis-Verbandes Niedersachsen (TTVN) hat in seiner Sitzung am Montag beschlossen, den Spielbetrieb mit sofortiger Wirkung bis Ende Januar 2022 zu unterbrechen. Diese Entscheidung betrifft sämtliche Punkt- und Pokalspiele im Erwachsenen, Nachwuchs- und Seniorenbereich.

Durch die aktuelle Verordnung des Landes Niedersachsen zur Corona-Pandemie tritt am Mittwoch die Warnstufe 2 in Kraft. Das bedeutet, dass in Niedersachsen eine Teilnahme am Spielbetrieb nur unter 2G-Plus-Bedingungen möglich ist. Da aktuell in weiten Teilen des Landes nur wenige Möglichkeiten für die Inanspruchnahme von PoC- Antigen-Tests existieren (schon gar nicht kurzfristig), ist die Aufrechterhaltung eines nicht stark wettbewerbsverzerrenden Punktspielbetriebes aus der Sicht vieler Vereine kaum möglich. Das TTVN-Präsidium wird in der zweiten Januarhälfte 2022 unter Berücksichtigung der dann eingetretenen Situation entscheiden, ob die Unterbrechung über den Januar fortgesetzt wird. Bis dann soll auch entschieden werden, ob an der bisherigen Planung mit Vor- und Rückrunde festgehalten wird oder ob (wie im letzten Jahr geplant) auf eine einfache Runde gewechselt wird. Letzteres würde bedeuten, dass die noch ausstehenden Vorrundenspiele dann in der Rückrunde (mit der Mannschaftsmeldung und den Spielberechtigten der Rückrunde) ausgetragen werden müssen. Denkbar ist auch, dass der Abschlusstermin der Rückrunde über den 10. April des kommenden Jahr hinaus weiter nach hinten gelegt wird. Den Vereinen wird empfohlen, vor Mitte Januar keine Terminabsprachen für die Rückrunde vorzunehmen, weil bis dann nicht klar ist, bis wann gespielt werden kann und wie viele Spiele bis dann noch ausgetragen werden müssen (einfache Runde oder Vor-/Rückrunde). Der TTVN wird im Januar mitteilen, ab wann sinnvollerweise Terminabsprachen getroffen werden sollen. 
Ein Trainingsbetrieb ist weiterhin möglich, muss aber mit den jeweiligen Verantwortlichen der Sporthalle koordiniert werden bzw. ein aktuelles Hygienekonzept auf- gestellt werden. Der TTNV erinnert daran, dass die Mannschaftsmeldung für die Rückrunde wie geplant vom 16. bis 22. Dezember stattfindet. Die LDZ fragt beim Abteilungsleiter der Tischtennissparte des TSV Gronau, Arne Burkard, nach: „Wir haben damit gerechnet, dass die Saison unterbrochen wird. Die Auflagen sind einfach für einen Punktspielbetrieb nicht umsetzbar. Einen tagesaktuellen POC-Test zu Punktspielen an einem Sonntag zum Beispiel zu fordern, stößt einfach an Grenzen, gerade bei der Umsetzbarkeit.“ 

Auch interessant

Kommentare