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Ein ganz besonderer Jahreswechsel

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Von: Heiko Meyer

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Siegerehrung nach dem Calenberger 100-Meilenlauf vor dem Adenser Clubhaus
Siegerehrung nach dem Calenberger 100-Meilenlauf (v.l.): Walter Zimmermann, Elke Beierlieb, Organisator Heiner Schütte, Brigitte Koczy, Harald Lange, Michael Brandt und Martin Zhang. © Rolf Kuhlemann

Adensen – Wenn zum Jahreswechsel am Clubhaus des VfL Adensen/Hallerburg mehrere Autos mit fremden Kennzeichen parken, gehören sie nicht etwa Privatpersonen, die ihre Verwandten oder Bekannten zu einer Silvesterparty besuchen (schon gar nicht in Corona-Zeiten), sondern dann handelt es sich um eine kleine Gruppe von Sportlern, die am außergewöhnlichsten Wettbewerb in der Gemeinde Nordstemmen teilnehmen – am Calenberger 100-Meilenlauf. 

Für die zu absolvierende Strecke von 161 Kilometern wurde erneut eine Wendepunkt-Strecke zwischen dem Sportheim in Adensen und dem Clubhaus am Sportplatz in Rössing festgelegt, die von allen Teilnehmern zehnmal zurückgelegt werden musste. Organisator Heiner Schütte vom VfL Adensen/Hallerburg hatte zum siebten Mal eingeladen – und eine kleine Schar von Dauerläufern hatte dann auch zugesagt. Die Unerschrockenen kamen aus München, Berlin, Frankfurt, Hohenhameln, Gerach (Oberfranken), Marktheidenfeld (Bayern) und aus Hildesheim angereist. Den kürzesten Weg hatte der Veranstalter Heiner Schütte, für den Adenser war es quasi ein Heimspiel. Der Adenser hatte im Vorfeld sogar ein kleines Problem bei der Organisation zu bewältigen, denn aufgrund der Corona-Pandemie und den daraus resultierenden Bedingungen waren nur eine begrenzte Zahl von Teilnehmern zugelassen, sodass Schütte einigen Bewerbern eine „freundliche Ausladung“ erteilen musste, zudem hatten andere Teilnehmer aus Belgien und Österreich – wegen der Umstände – ohnehin abgesagt. Gelaufen wurde vom Silvestermorgen bis zum Neujahrsmittag. Die Wetterverhältnisse waren relativ gut, denn die Temperaturen lagen im zweistelligen Zehnerbereich, auch der zwischenzeitliche Nieselregen und ein teilweise böiger und damit unangenehmer Wind konnten die Läufer nicht stoppen, die sich auf der Strecken immer wieder mal begegneten. Harald Lange kam nach 20:33 Stunden ins Ziel, und zeigte sich zufrieden, denn auch den schlammigen Teil der Strecke absolvierte der Extremsportler (im wahrsten Sinne des Wortes) ohne große Probleme. Außerdem reichte die Zeit, um sich für den Spartathlon in Griechenland (von Athen nach Sparta) zu qualifizieren. Das Besondere: Lange war darauf angewiesen, dass alle fünf Teilnehmer das Ziel erreichen, denn nur, wenn fünf Läufer finishen, gilt die Wertung als Qualifikation. 

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