14-jähriger Motocross-Fahrer aus Betheln wird durch Verletzung gebremst

Lorris Bollmann Siebter bei Landesmeisterschaften

Spektakulärer Flug: Der 14-jährige Motocrossfahrer Lorris Bollmann aus Betheln wird bei den Landesmeisterschaften in Sachsen-Anhalt Siebter in der Klasse bis 85 ccm. Das ist gut, wenn man bedenkt, dass er verletzungsbedingt nicht alle Rennen mitfahren konnte.

BETHELN Nach elf Rennen um die Landesmeisterschaft Sachsen-Anhalt 2014 im Motocross belegte Lorris Bollmann aus Betheln in der Klasse 85 ccm in dieser Saison den siebten Platz. Die gute Platzierung vom Vorjahr, als er Vizemeister wurde, konnte er nicht schaffen, weil er verletzungsbedingt drei Rennen pausieren musste, und den Rückstand zum Führenden nicht mehr aufholen konnte.

Nach dem zweiten Platz im Vorjahr hatte sich Lorris Bollmann viel vorgenommen, er wollte zumindest unter die ersten Drei der Jahreswertung kommen. Doch es sollte alles ganz anders laufen: Im ersten Rennen stürzte der 14-Jährige und verletzte sich am Bein, sodass er die Wettkampfserie unterbrechen musste. Das verstauchte Bein und der Bluterguss im Gelenk verursachten starke Schmerzen. Dennoch kam sein Ehrgeiz durch. So ging er an Krücken zur eigenen Konfirmationsfeier, um nichts zu versäumen. Danach trainierte der Bethelner hart, um wieder den Anschluss zu finden. Erst beim fünften Rennen konnte Lorris Bollmann in den Wettkampf einsteigen (an einem Wochenende werden zwei Rennen gefahren). Er war so fit, dass er drei Laufsiege errang, teilweise sogar die schnellsten Zeiten von allen Teilnehmern hinlegte. Am Ende musste er sich mit Platz sieben zufrieden geben, Erster wurde Eric Jette aus Magdeburg. Mit seiner außergewöhnlichen Sportart ist Lorris Bollmann in dieser Region ein Exot. Der Gronauer KGS-Schüler fährt mittlerweile seit sechs Jahren Rennen, zwei davon in der 65-er Klasse, die letzten vier in der 85-er Klasse.

Im nächsten Jahr will Lorris Bollmann sich an die Klasse 125 ccm heranwagen. Zwar stehen die Termine noch nicht endgültig fest, doch trainieren muss er durchgehend, schließlich will er das hohe Niveau halten. Möglichkeiten dazu bestehen leider „nicht mal eben um die Ecke“, denn neben den kleineren Geländestrecken in Freden und Helmstedt gibt es erst in Ostdeutschland Strecken, die auch für den Wettkampf geeignet sind. Solange es die Witterung zulässt, wird der 14-Jährige draußen trainieren, doch im Winter sieht das anders aus. Für ein Hallentraining im Winter muss Lorris dann sogar bis nach Magdeburg (160 Kilometer) oder Rottleben bei Sondershausen (180 Kilometer) fahren, dort stehen ehemalige Industriehallen für eine entsprechende Vorbereitung zur Verfügung. Wenn der junge Bethelner von Verletzungen verschont bleibt, will er 2015 mit seiner 125er Husqvarna vorn mitmischen. rk

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