Eintracht verliert gegen Magdeburg klar / Torhüter Pascal Kinzel verletzt

Ein bitterer Pokal-Abend

Für die SCM-Fans ist Hildesheim eine Station auf dem Weg nach Hamburg.

HILDESHEIM Das war ein doppelt ärgerlicher Pokal-Abend für die Eintracht-Handballer. Mit der Niederlage gegen den Favoriten aus Magdeburg konnte Trainer Gerald Oberbeck noch leben, viel schwerer wiegt allerdings die Verletzung von Pascal Kinzel. Der Torhüter wird dem Zweitligisten mehrere Wochen fehlen.

Dass die Sparkassenarena nur eine Zwischenstation auf dem Weg zum Final-Four in Hamburg sein soll, wurde anhand der Aufstellung deutlich. SCM-Trainer Trainer Geir Sveinsson unterschätzte die Hildesheimer nicht und war mit voller Besetzung angereist. Als die Magdeburger schnell auf 2:0 vorlegten, schien die Zweitrunden-Partie den erwarteten Verlauf zu nehmen. Aber die Eintracht zeigte, dass sie vor den rund 1100 Zuschauern nicht gewillt war, sich kampflos zu ergeben. Gestützt auf eine gute Abwehr und Pascal Kinzel wurde die Partie in der Folgezeit ausgeglichen gestaltet.

Kreisläufer Nikolaos Tzoufras erzielte in der 6. Minute die erstmalige Führung (5:4). Der Rückraum unter der Regie von Robin John machte einigen Druck auf die Magdeburger Abwehr und kam vor allem über Matthias Struck und Maurice Herbold zum Torerfolg. Lohn für die engagierte Leistung war eine 9:7-Führung in der 15. Minute.

Als die Gäste aber innerhalb von einer Minute ausglichen, nahm Trainer Gerald Oberbeck eine Auszeit, allerdings brachte diese keine Änderung. „Bis zu diesem Zeitpunkt war die Leistung der Mannschaft überragend, aber dann haben wir leider den Faden verloren undon einigen Situationen die falsche Entscheidung getroffen“, sagte der Trainer nach dem Spiel. Es dauerte bis zur 24. Minute, ehe der Eintracht der nächste Treffer gelang. Da lag sie bereits mit 10:14 zurück, zwei Minuten später hatten die Gäste die Partie endgültig gedreht (16:10). „Wir hatten anfangs Probleme, aber dann ist das Spiel so gelaufen, wie wir es erwartet haben“, zeigte sich Geir Sveinsson zufrieden. Die letzte Aktion der ersten Halbzeit war ein Siebenmeter, den Robert Weber aber nicht im Tor unterbringen konnte. Der Jubel der Eintracht-Zuschauer verstummte schnell, als sie sahen, dass sich Pascal Kinzel bei dieser Parade unglücklich am Finger verletzt hatte und ins Krankenhaus gebracht werden musste. Der Favorit führte zu diesem Zeitpunkt klar mit 17:11 Toren.

In der zweiten Hälfte konnte Eintracht zunächst an den Beginn des Spiels anknüpfen und den Rückstand bis zur Mitte der Halbzeit zumindest halten (17:22). Die Magdeburger, bei denen sich am Ende alle Feldspieler in die Torschützenliste eintragen konnten, hielten die Eintracht auf Abstand und bauten die Führung in der Schlussphase kontinuierlich aus und erzielten in der 58. Minute einen Zehn-Tore-Vorsprung, den sie bis zum Abpfiff (25:35) hielten.

„Wir müssen am Sonnabend beim SV Henstedt-Ulzburg an die Leistung der ersten 20 Minuten anknüpfen. Ich bin optimistisch, dass uns das gelingt“, blickte Gerald Oberbeck nach dem Abpfiff schon auf die nächste Aufgabe in der zweiten Liga. Allerdings bereitet ihm der Ausfall des Torhüters einige Sorgen. Kinzel wurde noch am Abend operiert, da die Sehne des kleinen Fingers arg in Mitleidenschaft gezogen wurde. ey

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare