Sascha Meyberg von der SG Adensen/Wülfingen ist mit der Hinrunde in der 2. Kreisklasse B keineswegs zufrieden

„Besser spielen und mehr Siege holen“

Heimvorteil in Wülfingen: Nur zweimal können die Kicker der Spielgemeinschaft den nutzen. Die Heimspiele der Rückrunde werden in Adensen ausgetragen. Fotos: Meyer

wülfingen „Nicht zufriedenstellend“: Mit diesen beiden Worten fasst Trainer Sascha Meyberg die Hinrunde der SG Adensen/Wülfingen in der 2. Kreisklasse B zusammen. Der Grund dafür ist klar: Die Mannschaft hat in elf Spielen lediglich zwei Siege eingefahren, dazu kamen drei Unentschieden und sechs Niederlagen, die am Ende den elften Tabellenplatz mit neun Punkten und 21:27 Toren bedeuten.

„Die Ausbeute ist viel zu gering, das hatte ich mir vor der Saison ganz anders vorgestellt“, so Meyberg, der sich nicht nur über zu viele Gegentore ärgert, sondern auch über zu viel verpasste Einschussmöglichkeiten, die wiederum mit Punktverlusten bestraft wurden.

Nur zwei Heimerfolge hat das Team gefeiert: Gegen den TSV Eberholzen gab es einen 4:3-Sieg und gegen die SG Düngen/Heinde ein 6:1. Drei Partien endeten Unentschieden: Gegen die SG Eitzum/Rheden/Brüggen und den VfL Giften gab es ein 2:2, beim letzten Auftritt im Jahr 2015 erreichte die SG Adensen/Wülfingen ein 0:0 beim VfB Bodenburg II. Niederlagen hingegen setzte es in Warzen (0:2), gegen Mehle (2:3), in Deinsen (2:3), gegen Sibbesse (0:4), in Lamspringe (2:3) und gegen den TSV Marienhagen (1:4).

„Es gab viele enge Spiele, die wir zu unseren Gunsten hätten entscheiden können, doch generell war das Defensivverhalten zu ungenügend, teilweise wurden die Verteidiger allein gelassen. Oftmals haben wir nicht Tore kassiert, weil die Gegner uns spielerisch auseinander genommen haben, sondern wegen individueller Fehler“, analysiert Meyberg. Der Übungsleiter kritisiert die mangelhafte Trainingsbeteiligung, die jedoch daran liegt, dass viele Studenten, zu denen auch Leis-tungsträger gehören, nicht zu den Einheiten kommen können. „Mit sechs Leuten kann man keine Spielzüge eintrainieren, das ganze Zusammenspiel leidet unter der schwachen Beteiligung“, so Meyberg, der in der Winterpause einige Abgänge zu verzeichnen hat. Sebastian Hegel beispielsweise wird nach wenigen Spielen in der Hinrunde wegen Verletzung vorerst ganz ausfallen, auch Tilman Weise wird der SG wegen eines Auslandsstudiums fehlen. Der Einsatz von Oliver Kroh, der in Göttingen nicht nur studiert, sondern immer mehr sein Leben dorthin verlagert, kann nicht immer zur Verfügung stehen. Einer, der zu den zuverlässigen Torschützen der SG Adensen/Wülfingen zählt, ist Herwart von der Decken. Der Landwirt sei zwar oft auf dem Feld anzutreffen, aber leider eher auf dem Acker als auf dem Spielfeld, so Meyberg.

Gut, dass mit Felix Ehmke ein neuer Spieler von der SVG Burgstemmen/Mahlerten zur SG stößt, den der Coach als echte Verstärkung betrachtet. „Ich kenne ihn aus meiner Zeit als Trainer in Burgstemmen. Als Verteidiger kann Felix Stabilität in die Abwehr bringen“, weiß Meyberg. Er baut in der Rückrunde auf eine noch engere Zusammenarbeit mit der zweiten Mannschaft. „Wir werden parallel trainieren, um dann ein gemeinsames Abschlussspiel gestalten zu können“, so Meyberg, der das Auftakttraining für die Rückrunden-Vorbereitung auf Sonnabend, 23. Januar, um 11 Uhr auf dem Platz in Adensen angesetzt hat. Dort werden auch die Heimspiele der Rückrunde ausgetragen.

Zu Hallenturnieren wurde die SG Adensen/Wülfingen aus personellen Gründen nicht angemeldet. Eventuell bestreitet die „Erste“ am Sonnabend, 6. Februar, ein Testspiel auf dem Hartplatz in Elze. Ein neues Saisonziel gibt der Trainer nicht aus. „Da wir nicht mehr absteigen können, fehlt der Druck. Dennoch wollen wir besser spielen und mehr Siege holen“, so Meyberg abschließend. rk

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