Nach der bitteren Niederlage in Fürth soll gegen Aue der vierte Heimsieg geholt werden

96 ist auf Wiedergutmachung aus

Innenverteidiger Baris Basdas trifft Zweikampf Stürmer Marvin Ducksch bei einem Traningsduell.
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Diese Szene sorgt für Diskussionsstoff: Innenverteidiger Baris Basdas trifft Zweikampf Stürmer Marvin Ducksch bei einem Traningsduell. Zum anschließenden hitzigen Wortgefecht sagt Kenan Kocak: „Emotionen gehören dazu.” 

Hannover – Nach der desolaten 1:4-Pleite bei Greuther Fürth vor einer Woche will die Mannschaft von Hannover 96 am Sonnabend, 7.11., um 13 Uhr in der HDI-Arena gegen Erzgebirge Aue ein anderes Gesicht zeigen. Doch dürfte den 96ern und auch ihrem Trainer Kenan Kocak klar sein, dass nur ein Sieg die Chance, weiter oben mitzuspielen, zumindest erst einmal erhalten bleibt.

Es wäre der vierte Sieg im vierten Heimspiel. Noch hat Kocak keine Erklärung dafür, dass sein Team auswärts noch nicht einen Punkt geholt hat, vielmehr sechs Niederlagen ligaübergeifend kassiert hat. Zu viele Schwankungen zeigen manche Spieler nach dem Motto „zuhause hui – auswärts pfui“. Allerdings gab es für die 96er ligaübergreifend sieben Heimsiege. „Die Mannschaften von Dirk Schuster sind dafür bekannt, dass sie für ehrliche Arbeit stehen, dass sie für Unbequemlichkeit stehen und dass sie aggressiv spielen. Entscheidender wird aber sein, wie wir unseren Plan durchsetzen“, sagt Kocak über den Gegner. Fragezeichen stehen indes hinter dem Einsatz von Außenverteidiger Niklas Hult und Innenverteidiger Timo Hübers. Beide trainierten am Donnerstag nicht mit. Dennoch hat Kocak die leise Hoffnung auf den Einsatz der beiden Abwehrspieler. „Wir müssen abwarten“, so der 96-Coach. Es fallen lediglich die Langzeitverletzten Mike Frantz und Franck Evina aus. Erzgebirge hat nur einen Punkt weniger auf dem Konto als 96, hat aber die beiden letzten Spiele verloren. Gegen Aue hat 96-Stürmer Marvin Ducksch in fünf Spielen fünf Tore erzielt. Niemand bei den Roten hätte etwas dagegen, wenn Ducksch diese Tor-Bilanz noch aufstocken kann. „Momentan müssen wir uns einfach den Vorwurf gefallen lassen, dass wir mit Erfolgen bis jetzt nicht so gut umgegangen sind. Daran müssen wir arbeiten“, betont Kocak. Nach einem guten Heimspiel folgte prompt einen Spieltag später ein schlechtes Auswärtsspiel. Sollte dieser Rhythmus nicht endlich gebrochen werden, dürfte das Ziel Aufstieg bald aus den Augen verloren werden. Das Spiel gegen Fürth sei schnell aufgearbeitet und abgehakt. „Wir wissen, wo wir den Hebel ansetzen müssen, wissen, woran es in Fürth gelegen hat. Das darf uns natürlich nicht noch mal passieren”, appelliert Kocak an seine Mannschaft, Aue ernst zu nehmen und nicht zu glauben, dass nach drei Heimsiegen in dieser Saison auch automatisch der vierte folgt. Die Bilanz gegen die Sachsen sieht allerdings für die Roten gut aus. Beide Heimspiele gegen Aue entschieden die Hannoveraner für sich: im November 2016 mit 2:0 und im Dezember 2019 mit 3:2.  Nach dem Spiel gegen Aue steht erneut eine Länderspiel-Pause auf dem Programm. Bereits im Oktober nutzten die Roten diese Zeit für einen Test gegen einen Erstligisten. Nach Union Berlin geht es jetzt gegen den VfL Wolfsburg. Das Spiel wird am kommenden Samstag, 14. November, um 12 Uhr im Eilenriedestadion angepfiffen. Zuschauer sind nicht zugelassen. Die Roten planen einen kommentierten Livestream.          wg/gsd 

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