2. Bundesliga

96 spielt Freitag in Osnabrück - vor Zuschauern

96-Neuzugang Jaka Bijol trainiert schon, wird aber wohl noch nicht spielen.
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96-Neuzugang Jaka Bijol beim Training. Ein Einsatz in Osnabrück kommt laut Coach Kenan Kocak wohl noch zu früh.

Hannover 96 will mit einem Sieg am zweiten Spieltag der zweiten Fußball-Bundesliga beim VfL Osnabrück Freitagabend ab 18.30 Uhr in der Erfolgsspur bleiben. Nach dem Sieg in der ersten DFB-Pokalrunde in Würzburg und dem 2:0 gegen den Karlsruher SC zum Zweitligastart vor einer Woche gehen die Roten mit dem nötigen Selbstvertrauen in dieses Niedersachsenderby im Stadion an der Bremer Brücke.

Das Besondere: Die Osnabrücker Behörden haben „grünes Licht" für die Fans gegeben: 20 Prozent der Stadionkapazität sind 3200 Sitzplätze.

„Wir wissen, dass wir der Favorit sind. Das nehmen wir an. So selbstbewusst müssen wir sein“, sagt auch 96-Trainer Kenan Kocak vor diesem Duell gegen den Niedersachsen-Rivalen, dessen Trainer Daniel Thioune bekanntlich zum Ligakonkurrenten Hamburger SV wechselte. Nun werden die Osnabrücker von Stefan Leitl trainiert, der mit seinem Team zu Saisonbeginn ein 1:1 in Fürth schaffte. Osnabrück verlor aber nicht nur Thioune, sondern auch seinen besten Abwehrspieler Moritz Heyer, der seinem Trainer zum HSV folgte und seinen besten Stürmer Marcos Alvarez, der sich dem polnischen Verein KS Cracovia anschloss. Gern erinnern sich die Hannoveraner an das letzte Aufeinandertreffen der beiden in 2019/20, als sie zwei Mal in Rückstand gerieten, dennoch mit einem 4:2-Sieg die Rückreise antraten. Allerdings weiß auch Kocak, dass „es ein sehr schwieriges Spiel in Osnabrück wird“. Gleichwohl mit dem Blick auf die Aufgabe danach – da steht das immer wieder brisante Derby gegen den Erzrivalen Eintracht Braunschweig an – würde ein weiterer Sieg die Brust bei den 96ern noch breiter werden lassen. Noch dürfte der Einsatz des slowenischen Nationalspielers Jaka Bijol, der unlängst von ZSKA Moskau ausgeliehen wurde, noch zu früh kommen. Allerdings erhielt der 21-Jährige, der den zum Bundesliga-Aufsteiger VfB Stuttgart abgewanderten Waldemar Anton auf der Sechserposition ersetzen soll, von Kocak nach dessen ersten Trainingseindrücken ein dickes Lob. Diese seien „sehr gut. Er ist im Rhythmus, aber es wäre noch zu früh. Es geht auch um die Abläufe“. In Osnabrück setzt der 96-Coach auch wieder auf die Mittelfeldachse – zum einen auf Kapitän Dominik Kaiser und den vom SC Freiburg verpflichteten Mike Frantz. „Ihr permanenter Hunger ist ein Beweis dafür, dass sie sich jahrelang auf einem hohen Niveau bewiesen haben“, sagte Kocak über den 32-jährigen Kaiser und den 33-jährigen Frantz, deren Aufgabe auch darin besteht, die jungen Spieler in der Mannschaft zu führen. Großartige personelle Veränderungen gegenüber dem 2:0 gegen den Karlsruher SC dürfte es wohl nicht geben, zumal bis auf Torwart Martin Hansen aufgrund einer Handverletzung alle Spieler fit sind.

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