Maina-Treffer entscheidet

Hannover 96 gewinnt Nordderby beim FC St. Pauli

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Jubel nach dem Schlusspfiff: Linton Maina, Schütze des entscheidenden 96-Treffers, wird von Hendrik Weydandt in den Arm genommen.

Hannover – Nach fünf sieglosen Spielen gab es für Hannover 96 in der zweiten Fußball-Bundesliga wieder ein Erfolgserlebnis zu bejubeln. Beim ebenfalls kriselnden FC St. Pauli, der nunmehr acht Partien lang sieglos ist, gab es einen 1:0 (1:0)-Sieg für die Niedersachsen.

Das ist im Übrigen der vierte Auswärts-Dreier in sechs Spielen auf des Gegners Platz. Damit verließen die Roten den Relegationsplatz. Gegenüber dem Darmstadt-Spiel hatte der neue 96-Trainer Kenan Kocak personell umgebaut. So spielte Josip Elez neben Felipe in der Innenverteidigung, Waldemar Anton rückte so neben Kapitän Marvin Bakalorz auf die Sechser-Position. Und vorn verzichtete Kocak auf Marvin Ducksch, Hendrik Weydandt war einzige Sturmspitze. Auf rechts begann Linton Maina, der seine Startaustellung bereits nach sieben Minuten rechtfertigte. Maina profitierte von einem Fehler des Paulianer Routiniers Jan Philipp Kalla, dem der Ball versprang vor die Füße von Maina, der allein halbrechts losspurtete und St. Paulis Keeper Robin Himmelmann mit einem Flachschuss ins lange Toreck gegen den Innenpfosten mit seinem ersten Saisontor keine Abwehrchance zur frühen Gästeführung ließ. In der Folgezeit ließ sich 96 zu sehr in die eigene Spielhälfte zurückfallen, verteidigte aber geschickt, sodass die Gastgeber bis zur Pause zu keiner nennenswerten Torchance kamen. Aufregung gab es um einen Pfiff von Schiedsrichter Hartmann, der in der 38. Minute ein angebliches Handspiel von Elez als elfmeterwürdig einstufte, vom Videoassistenten aber zu Recht zurückgepfiffen wurde. Das vor der Pause schon schwache Niveau, gespickt mit Fehlpässen zuhauf und nickligen Fouls, setzte sich auch in der zweiten Halbzeit fort. Allerdings spielte sich die Partie nicht mehr nur in der Hälfte der Niedersachsen ab, sondern die 96er taten nun auch etwas für die Offensive, allerdings ohne sich zwingende Tormöglichkeiten erspielen zu können, ließen indes hinten weiterhin gegen erschreckend schwache Gastgeber nichts zu. 96-Torwart Ron-Robert Zieler musste nicht einen Schuss der Hamburger entschärfen. „Ich bin sehr glücklich. Wir haben mutig angefangen. Doch nach unserer Führung sind wir in alte Muster verfallen. Wir waren zu passiv im Spiel gegen den Ball“, meinte 96-Trainer Kenan Kocak, der allerdings darauf hinwies, dass „wir inhaltlich noch viel arbeiten müssen“.

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