Fussball-Bundesliga

Heimdebüt für Hannover 96

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Ron-Robert Zieler ist die "Nummer 1" der Roten – diese Frage ist bei Hannover 96 geklärt. Am Sonnabend genießt der Zweitliga-Absteiger erstmals Heimrecht, dann gegen Jahn Regensburg.

Hannover – Heimstart für Hannover 96: Am Sonnabend ist zur gewohnten Erstliga-Zeit um 15.30 Uhr Zweitliga-Konkurrent SSV Jahn Regensburg in der HDI-Arena zu Gast. Ein Gästeteam, das mit Vorsicht zu genießen ist. Vergangene Saison siegte der Jahn in Hamburg mit 5:0.

Und auch in Köln siegten die Bayern mit 5:3. Allein dies sollte den „Roten“ Warnung genug sein, das Team von Trainer Mersad Selimbegovic nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. 96-Coach Mirko Slomka hat nach der 1:2-Niederlage zum Auftakt in Stuttgart und vor der Heimpremiere zwei Wünsche: Gegen Regensburg soll der erste Sieg her – vor (zweitens) einer Kulisse von mehr als 30 000 Zuschauern. Bislang waren aber erst nur gut 26 000 Tickets verkauft. Es kommt eben auch nicht der FC Bayern oder Dortmund… Mit einem sportlichen Erfolg sollen die Probleme der Vorbereitungszeit beiseite gelegt werden. „Es ist wichtig, dass wir dieses Spiel mit aller Macht gewinnen“, meinte Slomka im Vorfeld. Der Coach weiß aber auch, dass es mit einem Sieg nicht einfach wird – so wie es die erstligaverwöhnten Zuschauer erwarten. Die Regensburger, die zum Auftakt 3:1 siegten, dürfe man auf keinen Fall unterschätzen. „Sie haben sich nach dem Aufstieg 2017 stabilisiert in der 2. Liga“, zeigt Slomka Respekt. Dies kann man von den 96ern noch nicht sagen. Es gibt weiter Baustellen im Team, die auf dem Transfermarkt noch nicht gelöst werden konnten. Das Problem: 96 muss erst diverse teure Akteure verkaufen, um dann billigere kaufen zu können. Vorm Abschied steht weiterhin Walace. Der Brasilianer wird jetzt mit Udinese Calcio (Italien) in Verbindung gebracht. Solange der Mittelfeldmann aber nicht verkauft ist, kann es sogar sein, dass Slomka ihn gegen den Jahn aufbietet – sozusagen das Abschiedsspiel für Walace. Zumindest etwas geklärt hat sich das „Torwart-Theater“. Philipp Tschauner ging weg nach Leipzig. Ob Michael Esser bleibt, ist weiter offen. Er will nicht Nummer zwei hinter Ron-Robert Zieler sein, doch einen Interessenten für Esser scheint es derzeit nicht zu geben. Fraglich in der aktuellen Aufstellung ist wohl auch der Japaner Genki Haraguchi, der in Stuttgart einmal mehr nicht überzeugte. Ihn und auch den Brasilianer Jonathas würde 96 liebend gern verkaufen. Eine Alternative im Sturm ist dafür Marvin Ducksch – auch deshalb, weil Slomka wohl mit zwei Stürmern spielen will. Der Ex-Kieler Ducksch könnte dann zusammen mit „Sturm-Kante“ Hendrik Weydandt auflaufen. Slomka traut im die „außergewöhnlichen Momente“ zu, die im Fußball oft den Unterschied ausmachen. Für die Holsteiner erzielte Ducksch in der Zeit von Januar 2017 bis Juni 2018 insgesamt immerhin 25 Treffer. 

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