Eine gute Halbzeit reicht nicht: Hannover 96 spielt 1:1 in Augsburg

Zieler hält einen Punkt fest

Lars Stindl versucht, einen Angriff von Halil Altintop zu stoppen. Fotos: Zwing/gsd

HANNOVER Sind es zwei verlorene Punkte oder ein gewonnener Punkt? Nach dem 1:1 (1:0) von Hannover 96 beim FC Augsburg in der Fußball-Bundesliga waren sich indes die Experten hinterher einig. Es war unter dem Strich ein akzeptables Unentschieden für die Roten, die es allerdings in der ersten Halbzeit versäumt hatten, die 1:0-Führung durch ihren Torjäger Mame Diouf auszubauen.

Nach dem Wechsel hielt dann 96-Keeper Ron-Robert Zieler nach dem 1:1 der Augsburger durch ein Kopfballtor von Ragnar Klavan nach einem Eckball diesen einen Punkt mit glänzenden Reaktionen fest. „Wir können mit diesem 1:1 leben, wobei wir in der ersten Halbzeit das spiel auch hätten entscheiden können“, ärgerte sich Hannovers neuer Trainer Tayfun Korkut im fünften Punktspiel unter seiner Verantwortung über die mangelnde Chancenauswertung. „Wir haben eine richtig gute erste Halbzeit gespielt und uns viele Torchancen erarbeitet. In der zweiten Halbzeit hatten wir dann einen überragenden Torwart, der nicht umsonst Nationalspieler ist“, ergänzte der 39-jährige 96-Coach. In der Tat hatten die Gäste noch die eine oder andere Torchance. Da rauschte in der 34. Minute ein Kopfball von Diouf ganz knapp links am Gehäuse vorbei. Auch ein Schuss nur drei Minuten später von Lars Stindl aus halbrechter Position verfehlte ebenfalls nur knapp das gegnerische Gehäuse, geschehen noch vor dem Seitenwechsel. Stindl sah in diesem Spiel die fünfte gelbe Karte und muss nun am kommenden Wochenende gegen Bayer Leverkusen aussetzen. Zumindest hatten die Hannoveraner ihre Serie, gegen Augsburg noch nie verloren zu haben, gehalten. Gleichwohl hatten sie dies in erster Linie ihrem Torwart Zieler zu verdanken, der bereits nach vier Minuten einen strammen 20 Meter-Schuss des von Jogi Löw für die Nationalmannschaft nominierten Andre Hahn zur Ecke lenkte. Und nach einer Stunde war Zieler auf der Hut, als Tobias Werner ihn prüfte.

Korkut hatte die Mannschaft gegenüber dem Bayern-Spiel personell umgebaut. Auf der Bank saßen Leonardo Bittencourt und auch Frantisek Rajtoral. Für die beiden rückten Leon Andreasen und Hiroki Sakai in die Startelf.

„Hätten wir in der ersten Halbzeit so gespielt wie in der zweiten, dann hätten wir jetzt ein gutes Gefühl. Aber es war natürlich in der zweiten Halbzeit zu wenig“, gab denn Andreasen nach dem Spiel zu. wg/gsd

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