Hannover 96 heute gegen Dortmund stark unter Druck

Es zählt nur ein Sieg

Wiederholung dringend erwünscht: Im Hinspiel feierte Hannover 96 in Dortmund einen 1:0-Erfolg. Den entscheidenden Treffer erzielte Hiroshi Kiyotake per Freistoß. Foto: Zwing (gsd)

HANNOVEr Wann kriegt 96 endlich die Kurve? Nach neun sieglosen Spielen geht es am Samstag gegen Borussia Dortmund im Prinzip schon um alles bei den „Roten“. Alles andere als ein Sieg zählt eigentlich nicht – das weiß nicht zuletzt auch Trainer Tayfun Korkut. Bleibt er im Falle einer weiteren Enttäuschung noch bei den Hannoveranern oder tendieren Präsident Martin Kind und Sportdirektor Dirk Dufner dann zu einer anderen Lösung?

Dufner verneint zwar, dass die Partie gegen die ebenfalls angeschlagenen Dortmunder, die am Mittwoch gerade ziemlich bescheiden mit 0:3 gegen Juventus Turin aus der Champions League ausschieden, ein „Entscheidungsspiel“ sei. Doch selbstverständlich wisse man auch um den Druck und die Bedeutung dieses Spiels. Es wird schon jetzt kräftig herumgeiert bei 96...

Experten stellten sich bereits die Frage, ob das Borussen-Aus in der Champions League gut oder schlecht sei. Motiviert die internationale Pleite die Dortmunder nun gerade zu einer guten Leistung in Hannover? Oder sind sie jetzt doppelt angeknackst? Was wiederum für die Korkut-Mannschaft zu einem Vorteil werden könnte. Alles graue Theorie – deshalb sagt Korkut auch, dass die beste Fußball-Medizin natürlich endlich ein Sieg sei. Nur: Viele dieser „gehaltvollen“ Sprüche hat es bereits in den vergangenen Wochen zur Genüge gegeben. Taten waren dagegen nicht zu sehen.

Trotzdem gibt sich Korkut forscher als zuletzt. Beim traurigen 0:2 in Gladbach hatte er in der ersten Halbzeit geradezu Angsthasenfußball spielen lassen. „So eine Halbzeit wie dort werden wir nicht nochmal sehen“, verspricht der Trainer. Man wolle voll auf Sieg spielen. Klingt nach „Vollgas-Fußball“, den es bei 96 schon lange nicht mehr zu sehen gab.

Mit welcher Mannschaft Korkut heute spielen lässt, war noch nicht zu 100 Prozent klar. Der Pole Artur Sobiech (Innenbandprobleme im Knie) ist schon wieder so angeschlagen, dass er nicht spielen kann. Auch Christian Pander muss erneut wegen Kniebeschwerden passen. Innenverteidiger Christian Schulz musste aufgrund von Rückenschmerzen mit dem Training aussetzen. Bei 96 hofft man aber, dass er neben Marcelo im Abwehrzentrum spielen kann. Torwart Ron-Robert Zieler hatte am Mittwoch ebenfalls pausiert, dürfte aber wieder dabei sein.

Zurück im Team ist Lars Stindl nach seinen zwei Spielen Sperre. In ihn setzt man bei Hannover 96 wieder große Hoffnungen. Auch Leo Bittencourt (zuletzt ebenfalls gesperrt) soll die Offensive noch mehr beleben. haz/gsd-nh

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