Hannovers Serie ist beendet: Klaus-Führung reicht nicht beim 1:2 gegen Frankfurt

„Wir sind alle sehr enttäuscht“

Da ist die Welt noch in Ordnung: Felix Klaus (Nummer 11) freut sichmit Salif Sane, Artur Sobiech und Miiko Albornoz (v.l.) über die Führung.

HANNOVER Sind Serien dazu da, gebrochen zu werden? Bei Hannover 96 wohl schon. Im November 1987 verloren die „Roten“ zuletzt ein Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt. Bis zum vergangenen Sonnabend hielt diese lange Serie. Ehe sie nach einem grausam schwachen Bundesligaspiel von den Hessen gebrochen wurde, die mit 2:1 (0:0) bei der Elf von Trainer Michael Frontzeck gewannen.

Aber was war das wieder für eine schwache Leistung von 96! Nach den zuletzt sieben Punkten aus drei Spielen mit Leon Andreasens „Hand-Streich von Köln“ hätte Hannover 96 einen weiteren Schritt ins Mittelfeld machen können. Doch die Offensivleistung war einmal mehr fast gleich Null. Und die Frankfurter kamen mit einem Minimal-Aufwand zu drei Punkten, die sie wie die Hannoveraner eigentlich nicht verdient hatten.

„Wir sind alle sehr enttäuscht“, meinte Leon Andreasen hinterher. Nach seinem Hand-Tor konnte er gegen die Eintracht keine Akzente setzen. „Wir haben zu einfache Gegentore bekommen. Es war ein schlechtes Spiel mit wenig Chancen.“ In der Tat: Vor der Pause hatte allein Hiroshi Kiyotake eine Möglichkeit für die „Roten“, sonst passierte im Angriff gar nichts. Da Frankfurt auch nichts fürs Spiel tat, wurde die erste Hälfte zum Grusel-Fußball. Pfiffe begleiteten die beiden Teams in die Kabinen. 68 Sekunden nach dem Wiederbeginn hatte erneut Kiyotake die zweite Chance für 96. Die dritte und letzte führte dann zur 1:0-Führung, die wiederum der Japaner mit einem Pass auf Felix Klaus einleitete. Klaus schloss mit einem Schuss in die lange Ecke ab. „Die Gegentore haben wir dann zu schnell gekriegt“, meinte Hannovers Torwart Ron-Robert Zieler. „Wir haben das Spiel aus der Hand gegeben. Extrem ärgerlich!“

„Nach dem 1:0 haben wir dann keine Zweikämpfe mehr gewonnen, sind nicht mehr hinten rausgekommen“, sagte Torschütze Felix Klaus. Sein erster Treffer war da für ihn auch kein Trost. Frankfurts Marc Stendera hebelte die 96-Defensive zweimal leicht aus. Erst traf er zum 1:1 in die rechte untere Ecke, nachdem er Salif Sané ausgetanzt hatte. Dann netzte er von halbrechts zum 1:2 ein. Zweimal sah 96 in der Defensive alles andere als sicher aus. „Das kann man besser verteidigen“, räumte selbst 96-Coach Frontzeck ein. „In nur 15 Minuten haben wir das Spiel aus der Hand gegeben. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen, haben aber keine Zeit, lange darüber nachzudenken.“

Schließlich steht bereits am morgigen Dienstag das DFB-Pokalspiel bei Darmstadt 98 auf dem Zettel. Wie 96, das bei der Saisonpremiere bei den „Lilien“ zu einem 2:2 kam, allerdings am Böllenfalltor angesichts eines weiter harmlosen Angriffs bestehen und vor allem treffen will, erscheint rätselhaft. haz/gsd

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