Trainer Tayfun Korkut selbsbewusst, aber: Hannoveraner morgen Außenseiter gegen den Triple-Sieger

96 will den Bayern wehtun

Die sollen nur kommen: Tayfun Korkut, Trainer der „Roten“ in Hannover, baut im Spiel gegen den FC Bayern auf den Heimvorteil. Foto: Kaletta

HANNOVER Von Angst bei den Spielern von Hannover 96 im Vorfeld kann nicht die Rede sein, obwohl mit dem souveränen Spitzenreiter der Fußball-Bundesliga und Rekordmeister FC Bayern München die vermeintliche „Übermannschaft“ morgen um 17.30 Uhr in der HDI-Arena auf das Team des neuen 96-Trainers Tayfun Korkut trifft.

Ihren Optimismus ziehen die Gastgeber aus der Tatsache, dass sie in dieser Saison zu Hause erst eine Partie – 1:4 gegen die TSG 1899 Hoffenheim – verloren haben. Und überhaupt: Acht Heimsiege haben die Hannoveraner gegen die Bayern schon geschafft.

Auch 96-Kapitän Lars Stindl ist zuversichtlich. „Wir spielen gegen eine der besten Mannschaften der Welt. Aber es ist ein Bundesligaspiel – am Sonntag gibt’s drei Punkte“, zeigt sich Stindl geradezu frech. Dabei weiß er aber auch, dass „uns Vieles in die Karten spielen muss, um gegen die Bayern zu punkten.“ Das aber sei das Ziel von 96.

Die „Roten“ aus der niedersächsischen Landeshauptstadt müssen gleichwohl auf Innenverteidiger Andre Hoffmann aufgrund einer Mandelentzündung verzichten. Für den (Noch)-20-Jährigen, der am 28. Februar Geburtstag feiert, rückt Christian Schulz in die Innenverteidigung, der Belgier Sebastien Pocognoli spielt für Routinier Schulz auf der linken Abwehrseite.

Torjäger Mame Diouf, der aufgrund einer Muskelverhärtung eine Zwangspause einlegte, ist indes fit und wird neben Winter-Neuzugang Artjoms Rudnevs das Angriffsduo der Hannoveraner bilden.

„Wenn meine Mannschaft ihre Leistung abruft, werden wir den Bayern punktuell wehtun. Wir haben die Geschwindigkeit, das zu tun“, meinte Korkut und verbreitet ebenfalls Optimismus.

Auch 96-Manager Dirk Dufner bläst ins gleiche Horn wie Stindl und Korkut. „Jeder ist mal dran. Es ist der 22. Versuch in dieser Saison, und es geht darum, ob es eine Mannschaft gibt, die die Bayern in dieser Saison schlagen kann“, so Dufner, der den 49 000 Zuschauern in der seit Wochen ausverkauften HDI-Arena ein wahres Fußballfest verspricht.

Die Bayern sind indes seit 46 Bundesliga-Spielen unbesiegt. Auch wenn Münchens Trainer Pep Guardiola einige seiner Stars vom Mittwoch-Spiel in der Champions League beim FC Arsenal in London schont, dürften die Bayern noch immer stark genug sein, auch nach dem 22. Spieltag unbesiegt geblieben zu sein. wg/gsd

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