Mit Eintracht Frankfurt kommt heute der Lieblingsgegner der „Roten“ / Offensive bleibt das Hauptproblem

Wiedergutmachung nach Pokal-Desaster

Nach dem bitteren Pokal-Aus gegen den VfR Aalen schleichen die Hannoveraner mit hängenden Köpfen vom Platz.

HANNOVER Nach der desaströsen Leistung in der zweiten Runde des DFB-Pokals mit der 0:2-Blamage beim in der zweiten Liga auf einem Abstiegsplatz stehenden VfR Aalen dürfte die Moral der Mannschaft von Hannover 96 wieder einen Knacks erlitten haben.

Aber wie ist so etwas zu erklären? Vier Tage zuvor noch 1:0 bei Borussia Dortmund in der Bundesliga gewonnen, und dann nur vier Tage später war die Mannschaft in Aalen nicht wiederzuerkennen. Lustlos, uninspiriert, unmotiviert, und Hannovers Routinier Christian Schulz brachte es auf den Punkt: „Wir haben eine ganz schlechte Leistung abgeliefert.“

Nun aber müssen die 96er die Köpfe frei kriegen nach dem Pokal-Desaster mit Blick auf das Heimspiel in der Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt (Sa., 15.30 Uhr, HDI-Arena). Dabei sind die Hessen mit Blick auf die Statistik der Lieblingsgegner der „Roten“. Gegen kein anderes Team haben die Hannover häufiger ihre Heimspiele gewonnen als gegen die Eintracht aus Frankfurt, nämlich 13-mal. Und seit 27 Jahren warten die Frankfurter auf einen Bundesliga-Sieg in der niedersächsischen Landeshauptstadt.

Ein ganz wichtiger Spieler könnte in Kürze wieder im 96- Kader stehen. Lars Stindl trainiert inzwischen mit dem Team, benötigt sicherlich noch einige Zeit, um fit zu sein und eingesetzt werden zu können. Christian Pander hat seinen Magen-Darm-Infekt auskuriert und dürfte gegen Frankfurt zumindest wieder im Kader stehen. Nach einem Trauerfall hat Manuel Schmiedebach auch noch am Mittwoch mit dem Training ausgesetzt. Doch kann man davon ausgehen, dass er gegen die Eintracht wieder von Beginn an dabei ist, zumal das Experiment, für Schmiedebach den Japaner Hiroshi Kiyotake auf die Sechserposition zu stellen, missglückt war. Überhaupt hat Kiyotake bis auf sein Siegtor in Dortmund bisher nicht überzeugen können.

Fehlen wird Ceyhun Gülselam, der in Dortmund die gelb-rote Karte sah. Der chilenische Neuzugang Miiko Albornoz plagt sich noch mit Achillessehnenproblemen herum, wird ebenfalls fehlen. Dafür könnte aber Edgar Prib nach langer Verletzungspause wieder von Beginn an dabei sein. In Aalen hatte ihn Trainer Tayfun Korkut eingewechselt. Größtes Problem der 96er ist derzeit die Offensive. Sowohl Artur Sobiech als auch Leonardo Bittencourt unterliegen momentan enormen Leistungsschwankungen. Joselu, der letztes Jahr noch bei Eintracht Frankfurt spielte, bekommt zu wenig Unterstützung aus dem Mittelfeld. So verwundert es nicht, dass die Hannoveraner in den bisher neun Saisonspielen lediglich magere sechs Treffer zustande brachten. Nur der Hamburger SV ist mit drei Toren noch schlechter. wg/gsd

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