Hannover 96 erkämpft einen Punkt in Frankfurt nach 0:2-Rückstand

„Wichtig für die Moral“

Ron-Robert Zieler bedankt sich bei den mitgereisten Fans.

HANNOVER Trotz des elften sieglosen Spiels in Folge in der Fußball-Bundesliga bleibt Tayfun Korkut auch weiterhin Trainer bei Hannover 96. Das unterstrich 96-Boss Martin Kind nach dem 2:2 (0:1) bei der Eintracht in Frankfurt. „Es gibt keine Trainerdiskussion. Mit dem Punkt und insbesondere mit dem Spiel bin ich zufrieden. Dass sie nach einem 0:2-Rückstand noch unentschieden spielt, spricht für die Qualität und den Willen dieser Mannschaft“, sagte Martin Kind.

Auch für 96-Sportdirektor Dirk Dufner, der die Nacht zuvor das zweitenmal Vater geworden war, hat das Team mit diesem 2:2 die Trainerdiskussion zumindest erst einmal bis zum überaus wichtigen Spiel am kommenden Freitag zuhause gegen Hertha BSC im Keim erstickt. „Die Mannschaft hat hier in Frankfurt sicherlich nicht gegen den Trainer gespielt. Das Team arbeitet sehr gern mit diesem Trainer zusammen. Dieses 2:2 ist zudem sehr wichtig für die Moral gewesen“, meinte Dufner hinterher. Ausgerechnet Didier Ya Konan, der aus der Not geboren von Beginn an spielte und den sie in Hannover liebevoll „Dieter“ rufen, rettete mit einem grandiosen Lupfer in der 82. Minute den Gästen das hochverdiente Remis und damit einen möglicherweise ganz wichtigen Punkt im harten Abstiegskampf. Stürmer Joselu war mit Fieber erst gar nicht mit nach Frankfurt gereist und Artur Sobiech hatte sich im Training am Knie verletzt, so dass Korkut gar nichts anderes übrig blieb, den Ivorer auflaufen zu lassen.

Vor diesem 2:2 aber mussten die Roten einem 0:2-Rückstand hinterherlaufen. Alexander Madlung hatte mit einem Kopfball nach Freistoß die Eintracht in der 27. Minute in Führung gebracht. Bis zu diesem Zeitpunkt hätten allerdings die Hannoveraner schon längst führen müssen nach dicken Chancen von Edgar Prib (14. Minute) und Felipe (15.). Nach einem missglückten Rückspiel von 96-Routinier Christian Schulz zu Torwart Ron-Robert Zieler erhöhte hingegen Stefan Aigner auf 2:0 nach 54 Minuten. Doch 96 steckte diese Rückschläge weg, war das bessere Team und kam durch ein Tor von Innenverteidiger Marcelo, der das Leder nach einem Eckball von Hiroshi Kiyotake mit dem Hinterteil ins Frankfurter Gehäuse beförderte, zum 1:2-Anschlusstreffer (68.). Riesenjubel löste das Tor von Ya Konan 2:2 dann bei Korkut aus.

„Ich glaube nicht, dass wir nach diesem 2:2 Ruhe reinbekommen. Wichtig war zu sehen, dass diese Mannschaft funktioniert. Und ich hoffe nun dennoch auf mehr Ruhe und Lockerheit“, meinte ein erleichterter 96-Coach nach dem Spiel. In der 68. Minute feierte Jan Schlaudraff nach langer Zeit wieder ein Comeback. Sein letztes Spiel hatte er für die „Roten“ am neunten Spieltag bei der Borussia in Dortmund bestritten. wg/gsd

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