Saisonstart für Hannover 96 ausgerechnet bei gefürchteten Bremern

Bei Werder war selten was drin

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Auf in den Norden: Zum Saisonauftakt geht es für André Breitenreiter und seine Spieler von Hannover 96 zum Angstgegner Bremen.

Hannover Saisonauftakt für Hannover 96 – und das ausgerechnet am Samstag (15.30 Uhr) bei Werder Bremen! Zu den „Lieblingsgegnern“ gehört das Team von Trainer Florian Kohfeldt nun wirklich nicht. 

In der vergangenen Serie ging Hannover mit 0:4 im Weserstadion unter, es war wohl das schlechteste Saisonspiel überhaupt. Im Rückspiel siegten die „Roten“ dann 2:1. In 29 Spielen bei Werder konnte die 96er nur ein einziges Mal gewinnen: Am 26. Spieltag der Saison 2002/03 gab es ein 2:1 für Hannover. Acht Unentschieden stehen herbe 20 Niederlagen gegenüber – eine fast erschütternde Bilanz in der Hansestadt.

Wie sieht die neue 96-Start-elf aus? Im Tor hat sich Trainer André Breitenreiter für Michael („Bruno“) Esser entschieden. Tschauner bleibt auf der Bank. In der Defensive bleiben die Außenpositionen mit Sorg und Ostrzolek wie bisher besetzt. Der neue Kapitän Waldemar Anton und der Österreicher Kevin Wimmer bilden das Abwehrzentrum. Davor sind Pirmin Schwegler und der neue Brasilianer Walace erste Wahl als Sechser. Auf den Außenpositionen dürften rechts Ihlas Bebou und links Haraguchi den Vorzug erhalten, falls der neue Japaner rechtzeitig fit ist. Sonst hat der junge Linton Maina eine Startelf-Chance. Haraguchis Landsmann Asano und Niclas Füllkrug gelten in der Offensive gesetzt. Oder gibt Breitenreiter dem „Sturm-Tank“ aus Groß Munzel die erste Einsatzchance in der Bundesliga? Hendrik Weydandt war in der Vorbereitung der zweitbeste Torschütze der 96er und traf, nachdem er eingewechselt worden war, auch in den letzten zehn Minuten beim 6:0 im DFB-Pokal in Karlsruhe zweimal. Bremen muss aller Voraussicht nach auf Martin Harnik verzichten. Zum Duell mit seinem bisherigen Team wird es für den zuletzt in hannoverschen Diensten stehenden Österreicher nicht kommen. Bei den 96ern fehlt Neuzugang Bobby Wood, der noch eine Gelb-Rot-Sperre aus der vergangenen Saison abbrummen muss. Abzuwarten bleibt, wie sich der Traum von Präsident Kind realisieren lässt. Der 96-Boss verkündete, dass er an einen Sieg von 96 in Bremen, in Nürnberg und gegen Hoffenheim glaube, das Team Unentschieden hole gegen Dortmund und in Leipzig, womit das schwere Start-Programm skizziert ist. „Das ist sein Traum“, beschwichtigte Manager Horst Heldt. Kind weiter: „Diese Mannschaft hat das Sieger-Gen. Für unsere Verhältnisse haben wir eine teure Mannschaft.“ Hannover hat knapp elf Millionen Euro ins „Team 201/19“ investiert, die Bremer mit 15 Millionen sogar noch mehr. 15 Millionen kostete allein Davy Klaassen vom englischen Erstligisten FC Everton. Der deutliche 6:0-Sieg in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Drittligisten Karlsruher SC dürfte den Roten zusätzliches Selbstvertrauen gegeben haben, zumal sich alle anderen Erstligisten gegen die unterklassigen Verein sehr schwer getan haben. 

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