2. Bundesliga

Nach 77 Tagen Pause: 96 tritt Sonnabend beim VfL Osnabrück an

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Die 96-Spieler, die mit Kleinbussen vom Hotel ins Stadion gefahren werden, treten am Sonnabend beim zueltzt sieglosen VfL Osnabrück an.

Hannover - Jetzt geht es wieder los: Nachdem das Zweitliga-Heimspiel gegen Dresden ausgefallen war wegen positiver Corona-Tests bei Dynamo, steigt Hannover 96 mit Verspätung in die Rest-Saison ein. Am Sonnabend (13 Uhr) spielen die „Roten“ an der „Bremer Brücke“.

Der Niedersachsen-Nachbar hat bereits ein „Geisterspiel“ bei Arminia Bielefeld (1:1- Ausgleich in der Nachspielzeit) absolviert und konnte erste Eindrücke von der ungewohnten Atmosphäre sammeln, was möglicherweise ein Vorteil für den VfL sein könnte. 77 Tage nach dem letzten Spiel beim 1. FC Nürnberg (3:0-Auswärtssieg) steht das Team von Trainer Kenan Kocak wieder auf dem Feld. Hinter den 96-Spielern liegt die eine von der DFL vorgeschriebene Quarantäne-Woche, die man im Courtyard-Hotel am Maschsee verbrachte. Fast ähnliche Verhältnisse wie bei einem Trainingslager sonst vor der Saison. „Wir freuen uns auf ein Stück Normalität und sind froh, dass es wieder losgeht“, meinte Coach Kocak. Für die Hannoveraner wird die Rest-Saison gleich heftig: In 16 Tagen stehen fünf Partien in zwei englischen Wochen auf dem Programm. Nach rund zwei Monaten mit eher weniger Belastung steht nun ohne allzu großen Übergang eine intensive Zeit bevor. „Wir kommen aus dem Nichts und müssen gleich voll da sein“, sagt der 96-Trainer. „Wir müssen das beste daraus machen.“ Nach Osnabrück fährt 96 in zwei Bussen – aus hygienischen Gründen. Dabei stehen sich die Spieler seit fast zwei Wochen in engen Zweikämpfen gegenüber. Logik sieht irgendwie anders aus. In Osnabrück wird alles anders sein als gewohnt. Im Stadion wird sich 96 in einem Container umziehen, weil die Gästekabine gesperrt ist. Das Gravierendste ist aber auch für Kocak, dass eben keine Zuschauer da sein werden: „Ohne Fans fehlt ein Stück Fußball.“ Die Stimmung im engen Osnabrücker Stadion, die die Heim-Fans verbreiten, ist für alle VfL-Gegner stets nicht einfach. Auch Torwart Ron-Robert Zieler zeigt Respekt. Die Partie beim VfL werde nicht gerade einfach. Für alle Mannschaften gehe es jetzt noch um etwas, man müsse versuchen, sich abzusichern und den Kampf annehmen. Kann 96 an die „Vor-Corona-Zeit“ anknüpfen? Da gab es nicht nur den Auswärtssieg in Nürnberg, sondern zuvor auch einen Dreier gegen Kiel. „Wir waren gut drauf, wir sind bereit.“ Aber man sei immer noch nicht über den Berg. „Die Lage ist prekär“, warnt Kocak. Der VfL ist 2020 immer noch sieglos. Nach vier Unentschieden und vier Niederlagen rutschten die Lila-Weißen in die gefährdete Zone und liegen nur noch drei Punkte vor einem direkten Abstiegsplatz. „Wir wollen mal wieder ein Fußballspiel gewinnen“, sagte VfL-Coach Daniel Thioune vor dem Niedersachsen-Derby, in dem es im Hinspiel ein 0:0 gab. haz/gsd Der restliche 96-Fahrplan Samstag, 13.5., 13 Uhr: VfL Osnabrück – 96; Mittwoch, 27.5., 18.30 Uhr: 96 – Karlsruher SC; Samstag, 30. 5., 13 Uhr: SV Sandhausen – 96; Mittwoch, 3.6., 18.30 Uhr: 96 – Dynamo Dresden; Sonntag, 7.6., 13:30 Uhr: 96 – 1. FC Heidenheim; Sonntag, 14.6.: 13.30 Uhr: SV Darmstadt 98 – 96; Mittwoch, 17.6.: 18.30 Uhr: 96 – FC St. Pauli; Sonntag, 21.6., 15.30 Uhr: Erzgebirge Aue – 96; Sonntag, 28.6., 15.30 Uhr: 96 – VfL Bochum.

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