2. Bundesliga

96 brennt in Nürnberg auf Wiedergutmachung 

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Die Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg im eigenen Stadion (hier fällt das 0:4) wurmt die Hannoveraner immer noch. Im Rückspiel am Freitagabend fordern sie Revanche.

Hannover - Nur eine kurze Erholungspause hatten die Spieler von Fußball-Zweitligist Hannover 96 nach dem 3:1 gegen Holstein Kiel am vergangenen Montag. Bereits am Freitag (18.30 Uhr) müssen die „Roten“ schon wieder beim 1. FC Nürnberg antreten.

Ein Duell der Tabellen-Nachbarn: Beide Teams sind punktgleich (je 29) und nur durch zwei Treffer getrennt. 96 hat 31:37 Tore, Nürnberg 34:42. Mit einem eventuellen sechsten Auswärtssieg könnte sich Hannover (viertbeste Auswärtsmannschaft) weiter nach oben absetzen. Für einen 96er ist die Partie bei den Franken sehr speziell: Cedric Teuchert spielte neun Jahre in seiner fränkischen Heimatstadt, hat dort noch etliche Freunde und Bekannte wie die „Club“-Spieler Mühl und Kerk. „Ein extrem wichtiges Spiel“, sagt Teuchert vor dem Auftritt bei seinem Ex-Verein. Zuletzt lief es für ihn gut. In drei Spielen in Folge traf Teuchert für 96, doch in den vergangenen beiden Partien war er nicht erfolgreich – als er wieder hinter den Spitzen spielen musste. Was andersherum verdeutlicht, dass es im Angriff einen Kampf um den Plätze gibt zwischen Teuchert, dem nachverpflichteten Schweden John Guidetti, Rekonvaleszent Hendrik Weydandt, Marvin Ducksch und Linton Maina. Für Guidetti musste Teuchert seinen Platz räumen. Der Schwede war gegen Kiel zum ersten Mal mit einem tollen Flugkopfball zum 1:0 erfolgreich, dürfte seinen Platz gefestigt haben. Linton Maina wird als Tempo-Dribbler gebraucht, wird wohl ebenso feststehen, obwohl er nicht der torgefährlichste Spieler ist. Weydandt bietet sich erneut als Joker an, mit seinem Treffer zum 3:1 machte er gegen die Holsteiner alles klar. Etwas außen vor ist derzeit Ducksch, dessen Körpersprache Coach Kocak bemängelt. Erfreulich im 96-Mittelfeld, dass nun auch der wie Guidetti ebenfalls nachverpflichtete Philipp Ochs gegen Kiel zum wichtigen 2:1-Führungstor traf. Das spricht dafür, dass 96 bei den späten Neuzugängen nicht danebengelegen hat. Interessant: Wie 96 ist Nürnberg (ebenfalls aus der Bundesliga abgestiegen) auswärts besser als zuhause. Im Max-Morlock-Stadion gab es bislang 14 Zähler, auf fremdem Geläuf dagegen 15. In zwölf Begegnungen vor eigenem Publikum (14:20 Tore) holten die „Clubberer“ nur drei Heimsiege. Zu der gegenwärtigen Coronavirus-Problematik hat Coach Kocak eine dezidierte Meinung. Den Ausschluss von Zuschauern in Italien findet er nicht gut. Bei 96 sei man in Kontakt mit dem Gesundheitsministerium, man werde sich daran halten, was die Experten zu diesem Thema sagen. Mit Masken werde man jedoch keinesfalls trainieren, meinte der 96-Coach süffisant.

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