2. Bundesliga

Kann 96 den Heimvorteil gegen Wehen-Wiesbaden nutzen? 

Hannover 96 - Training
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Szene aus dem Training: Felipe (Mitte), John Guidetti (l.), Marvin Ducksch und Dominik Kaiser in Aktion.

Hannover - Wie soll es bloß weitergehen bei Hannover 96? Von einer Aufbruchstimmung, von neuen Impulsen, von einer neu beseelten Mannschaft war beim tristen 0:1 in Regensburg am vergangenen Dienstag nichts zu sehen.

Viel schlimmer: durch die neuerliche Niederlage sind die „Roten“ noch mehr in Abstiegsgefahr geraten. 

Umso wichtiger ist die Partie heute (13 Uhr) gegen den SV Wehen-Wiesbaden geworden. Nur ein Sieg hilft dem Team von Trainer Kenan Kocak, um nicht noch weiter abzurutschen. Hoffentlich heißt es – aus Hannover-Sicht – hinterher nicht: Oh, Weh(en), 96… Selbst Coach Kocak sprach nach der Regensburg-Pleite von der schlechtesten zweiten Halbzeit seiner (kurzen) Amtszeit. Dennoch stellte er sich nun demonstrativ vor seine Mannschaft, von der in Regensburg fast keinerlei Gefahr ausging. „Die Mannschaft hat Qualität und Charakter, ich bin überzeugt, dass wir auf einem guten weg sind. Wir dürfen uns nicht von kleinen Widerständen aus der Bahn werfen lassen“, sagt Kocak bei der Spieltags-Pressekonferenz. Man möchte seine Worte glauben, doch es fällt schwer. Wiesbaden, wo 96 das Hinspiel 3:0 gewann, liegt nur noch einen Zähler hinter den Hannoveranern, die wohl erneut auf den Einsatz von Hendrik Weydandt (Achillessehnenprobleme) verzichten müssen. „Ich bin sicher, wir werden am Samstag ein anderes Gesicht zeigen“, meinte Kocak noch nach der Partie in Regensburg. Auch daran zu glauben, ist nicht einfach, denn 96 ist mit nur acht Punkten weiter die schlechteste Heimmannschaft der 2. Liga, holte in der HDI-Arena nur einen Sieg in neun Heimspielen bei lediglich 9:15-Toren. Dabei hat 96 ja bereits personell nachgelegt: Die neue „Schweden-Kante“ John Guidetti soll für Tore sorgen, der Ex-Leipziger Dominik Kaiser soll für Stabilität im Mittelfeld sorgen. Doch von Erfolg gekrönt waren diese Personal-Rochaden noch nicht. Kurz vor Transferschluss schwirrten noch weitere Namen durch die Gerüchte-Verpflichtungsküche. Der Name Philipp Ochs war allerdings nicht dabei. Dessen Verpflichtung gaben die Roten gestern Mittag bekannt. Der ehemalige deutsche Junioren-Nationalspieler kommt ablösefrei von der TSG 1899 Hoffenheim an den Maschsee. Der 22-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022. Die neue Nummer 20 wird heute allerdings noch nicht in der HDI-Arena auflaufen Bei Wiesbaden fehlt Trainer Rüdiger Rehm. Der Wehen-Coach sah Dienstag gegen Aue als erster deutscher Trainer seine fünfte Gelbe Karte, ist gesperrt und hat im Stadion Innenraumverbot. Wo er seine Sperre heute absitzen wird, ist noch offen. 

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