Zweitligafussball

Schafft Hannover 96 gegen Osnabrück den ersten Heimsieg?

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96-Nachwuchstalent Linton Maina (l.) ist nach seiner Verletzung zwischenzeitlich wieder ins Training eingestiegen (hier gegen Matthias Ostrzolek), kann aber gegen Osnabrück doch nicht spielen.

Hannover – Schafft Fußball-Zweitligist Hannover 96 im fünften Heimspiel endlich den ersten Heimsieg? Das ist die große Frage vor dem Niedersachsen-Duell am Sonntag (13.30 Uhr) gegen den VfL Osnabrück.

Jeweils nur 1:1 gegen Jahn Regensburg und Greuther Fürth, 0:2 gegen Arminia Bielefeld und gar 0:4 gegen den 1. FC Nürnberg – das ist die bisher verheerende Heimbilanz der Roten in dieser Zweitliga-Saison. Besonders nach der Klatsche gegen die „Clubberer“ waren die zuvor langmütigen Fans dann doch aufgebracht. „Außer Zieler könnt ihr alle geh’n“, schallte es den Verlierern entgegen, zudem gab es Häme und Hohn: „Auswärtssieg, Auswärtssieg“, skandierten die 96-Fans. Mehr abfällige Bekundungen gegenüber der eigenen Mannschaft gehen fast kaum. Das krasse Gegenteil derzeit zum Höhenflug von Handball-Bundesliga-Nachbarn TSV Hannover-Burgdorf. Nun soll bei 96 – wieder einmal – alles besser werden. Ausgerechnet im „kleinen“ Niedersachsen-Derby. Denn das „große“ gibt es nur gegen Braunschweig. „Wir wollen den Heimfluch zu den Akten legen“, sagte Trainer Mirko Slomka im Vorfeld der Partie. „Die Mannschaft steht unter Spannung und ist griffig.“ Gleichermaßen stehen die 96er aber eben auch schwer unter Druck. Der erste Heim-Dreier muss her, sonst droht das Fass überzulaufen. Hannover 96 will sich nach dem Auswärtssieg in Dresden – dem bereits dritten auf fremdem Geläuf – weiter nach oben orientieren, die Osnabrücker, die auch ihre vergangenen vier Spiele nicht gewinnen konnten, wollen nicht noch weiter abrutschen. Das letzte Duell zwischen beiden Teams gab es übrigens im Februar 2001 bei einem 1:1-Unentschieden, Salif Keita glich für 96 in der letzten Minute aus. VfL-Trainer Daniel Thioune wurde nach einer Stunde eingewechselt und ärgerte sich über den späten Ausgleich. Jetzt wäre er am Sonntag mit einem Auswärts-Remis durchaus zufrieden. Thioune-Kollege Slomka lobt den Aufsteiger: Mental und einstellungsmäßig sei der VfL eine Mannschaft, die mit 96 auf Augenhöhe spiele. Gegen den Niedersachsen-Rivalen erwartet 96 diesmal auch wieder eine größere Kulisse. 37 000 sollten es werden, der umfangreiche VfL-Anhang wird dazu beitragen. Übrigens: Der letzte Heimsieg von Hannover 96 liegt fünf Monate zurück. Am 11. Mai siegten die Niedersachsen unter der Regie von Ex-Trainer Thomas Doll gegen den SC Freiburg mit 3:0 Toren – das Ende der verkorksten Bundesliga-Spielzeit 2018/19. Und: während es in der Abstiegssaison keinen einzigen Auswärtserfolg gab, liegt da derzeit die einzige Stärke, die die Roten zeigen. 

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